Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 4. Band (1859)
Entstehung
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Ich glaube, Ew. Majeſtät finden Alles, was Sie wünſchen, hier vereinigt, ſagte der Herzog von Baſſano, welcher den zweiten Plan aufmerkſam betrachtet hatte. Es iſt ein Landhaus im großartigen Styl und durchaus eines mächtigen Fürſten würdig.

Ach, ſagte der Kaiſer mit einem tiefen Seufzer, ich wollte, es wäre erſt vollendet, und ich könnte mit dem König von Rom darin wohnen. Ich—

In dieſem Augenblick wurden die Flügelthüren des Kabinets ge⸗ öffnet und die Stimme des Thürſtehers rief: Se. Majeſtät der König von Rom!

IV. Der Bönig von Rom.

Der Kaiſer wandte ſich mit einem Ausruf der Freude nach der Thür hin. Auf der Schwelle derſelben ſtand ein kleiner Knabe von wunderbarer Schönheit und Lieblichkeit, eins dieſer holden Kinder⸗ oder Engelgeſtalten, wie Correggio und Murillo ſie mit ſo unvergleichlicher Meiſterſchaft darzuſtellen verſtanden. Die kleine, zierliche und zugleich kräftige Geſtalt, ganz in himmelblauen Sammet mit Silberſtickerei ge⸗ kleidet, Stiefelchen von demſelben Stoff und derſelben Farbe an den feenhaft kleinen Füßen, die runden, mit allerliebſten Grübchen ge⸗ ſchmückten Arme vollkommen frei und unbedeckt, eben ſo der weiße Hals und die vollen, runden Schultern, nur daß über dieſe, einem goldenen Schleier gleich, die goldblonden Locken des Kindes von dem runden Köpfchen niederringelten. Das Angeſicht des kleinen Königs von Rom zeigte die reizendſte Unſchuld, Natürlichkeit und Unbefangen⸗ heit eines unverdorbenen, geſunden Kindes. Nichts Erkünſteltes und Geziertes war in dieſem lieblichen Kinderangeſicht mit den runden,

glühenden Wangen und den purpurnen Lippen, die immer bereit waren