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die Pariſer ohne Feſtungen und Kanonen zu regieren, und zu machen, daß er von ihnen geliebt wird.*) Aber freilich, es werden immer Böswillige genng da ſein, welche all unſer Bemühen vergeblich machen und Unfrieden ſäen werden zwiſchen mir und meinem Volk.
Sire, ſagte Fontaine, bemüht, den Gedanken des Kaiſers eine andere Richtung zu geben, Sire, hier iſt ein anderer Plan. Jener war im Burgenſtyl, dieſer hier iſt mehr im Styl einer Villa.
Das iſt, wie ich es wünſche, rief der Kaiſer lebhaft. Eine Villa im großartigſten Styl, ein Palaſt, groß und prächtig genug, um gleich nach dem Louvre genannt zu werden, aber immer der Styl einer Villa feſtgehalten. Denn das Palais des Königs von Rom wird doch nur eine Art Landhaus für Paris ſein, man wird es doch immer vorziehen, den Winter in den Tuilerien oder im Louvre zu wohnen. Aber es darf, bei allem Luxus und aller Pracht, es darf Alles in Allem die Summe von zehn Millionen Franes nicht überſteigen. Ich will nicht eine Chimäre, ſondern ich will etwas Reelles, Ausführbares für mich und den König von Rom, und nicht blos ein Vergnügen für den Ar⸗ chitecten. Die Vollendung des Louvre wird dem Baumeiſter hinläng⸗ lichen Ruhm verſchaffen. Beim Palais des Königs von Rom darf man den Baumeiſter vergeſſen über den Annehmlichkeiten des Luſt⸗ ſchloſſes. Es ſoll eine Art„Sansſouci“ werden, wo man heiter iſt, alle Sorgen vergißt, Sonnenſchein in den Zimmern, Schatten im Gar⸗ ten hat, und mit allem Comfort alle Einfachheit des Landlebens ver⸗ binden kann. Denken Sie, Sie wollten ein bequemes Wohnhaus für einen reichen Particulier bauen, für einen Reconvalescenten, welcher der Behaglichkeit, der Ruhe, des Vergnügens und der Zerſtreuung be⸗ darf. Es muß alſo ein kleines Theater, eine kleine Kapelle, ein Con⸗ certſaal, ein Ballſaal, ein Billardſaal und ein Bibliothekſaal vorhanden ſein. Schöne Fiſchteiche und ſchattige Bosquets im Garten, kurz, ein ächtes Luſthaus.**)
*) Napoleons eigene Worte. Mémoires de la Duchesse d'Abrantès. Vol. XVI. p. 238.
**) Napoleons eigene Worte. Siehe: Conſtant: Mémoires. Vol. V. pag. 184.


