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war, wandte Napoleon den Blick von dieſer Thür ab und ſeiner Um⸗ gebung zu.
Wie durch einen Zauberſchlag verſchwanden die Wolken von ſeiner Stirn, und ſein Antlitz nahm wieder den Ausdruck ernſter, hoheits⸗ voller Ruhe an. Langſam ſtieg er vom Thron hernieder, und hier und dort einige freundliche und herablaſſende Worte ſpendend, durchſchritt der Kaiſer den Saal. Plötzlich haftete ſein Auge auf dem Baron Fon⸗ taine, dem Baumeiſter der kaiſerlichen Schlöſſer.
Ach, rief Napoleon, raſch auf ihn zuſchreitend, ſind Sie da, Fon⸗ taine? Ich wollte Sie heute ſchon rufen laſſen. Haben Sie Ihre Pläne mitgebracht?
Ja, Sire, ich habe ſie mitgebracht.
Nun, dann kommen Sie; und Sie, meine Herren Miniſter, Herr Herzog von Rovigo, Herr Herzog von Vicenza, Herr Herzog von Baſ⸗ ſano, folgen Sie mir in mein Kabinet!
Die im Saal zurückgebliebenen Beamten und Cavaliere ſchauten dem Kaiſer mit düſteren, angſtvollen Blicken nach.
Eine Miniſterſitzung, heute am Feſttage? Eine Geheimrathsſitzung, welcher der kaiſerliche Baumeiſter beiwohnen muß? flüſterten ſie mit⸗ einander. Was bedeutet dies? Will etwa der Kaiſer Herrn von Fon⸗ taine beauftragen, die Tuilerien in eine Feſtung umzubauen, ſie mit Wällen, Gräben und Schießſcharten zu verſehen, und ſollen wir, wenn Alles verloren geht, uns in dieſer improviſirten Feſtung vertheidigen bis auf unſeren letzten Blutstropfen? Oder will der Kaiſer etwa Paris in eine Feſtung umſchaffen? Soll Herr von Fontaine Außenwerke, Feſtungswerke und Forts bauen? Oder will der Kaiſer vielleicht eine neue Baſtille in aller Schnelligkeit bauen laſſen, um darin das hoch⸗
. errätheriſche Corps legislatif und einige Hundert Andere dieſer neu⸗ modiſchen Royaliſten, die jetzt wie Pilze aus dem Boden wachſen, ein⸗
zuſperren? Aber an alles dies dachte der Kaiſer nicht, als er, gefolgt von den drei Miniſtern und dem Baron Fontaine, in ſein Kabinet eintrat. Die Stirn Napoleons war jetzt wieder klar und wolkenlos, ein Ausdruck freundlicher Milde war über ſeine Züge ausgebreitet, und


