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Der Kaiſer befahl den Rückzug, und die Befehle, die er Berthier ertheilte, wiederholte dieſer ſeinen beiden Adjutanten, welche an der andern Seite des Wachtfeuers knieten, und mit eiligen Händen die Befehle niederſchrieben.
Auf einmal, mitten in einem angefangenen Satz, verſtummte Na⸗ poleon, und ſein Haupt ſank tiefer auf ſeine Bruſt.
Der Kaiſer war eingeſchlafen!
In tiefem Schweigen umſtanden ihn ſeine Generäle. Das Feuer warf einen blutrothen Schein über die Gruppe hin, hier und dort zuckte es zuweilen höher empor, und beleuchtete mit hellerer Flamme die Geſtalt des Kaiſers, der, das Haupt tief auf ſeine Bruſt geſenkt, die Arme ſchlaff hernieder hängend zu beiden Seiten des Feldſtuhls, die Geſtalt leiſe hin und her ſchwankend, immer noch in tiefen Schlaf verſunken war. Zuweilen auch, wenn das Feuer ganz hoch aufblitzte, und die Dunkelheit erhellte, ſah man es hier und dort wie Schatten aus der Finſterniß emportauchen, und gewahrte eine lange bewegliche Linie, die ſich da drüben hinzog. Das waren die Truppen des Kai⸗ ſers, die ſchon den Rückzug begannen, und ihren Marſch gen Leipzig antraten!
Mit düſteren Blicken ſchauten die ſchweigenden Generäle noch immer auf den ſchlafenden Kaiſer hin. Eine Viertelſtunde war ſo ver⸗ gangen, da zuckte er leiſe zuſammen, und das Haupt emporhebend, warf er einen langen Blick voll ſtaunender Verwunderung im Kreiſe umher.
Der Schlaf hatte ihn einen Moment alles Unheils vergeſſen ge⸗ macht, aber der düſtere Blick ſeiner Generäle, das Geräuſch der un⸗ fern vorüberziehenden Truppen erinnerte ihn daran.
Sein Blick nahm wieder ſeine kalte Ruhe an, und mit feſter tö⸗ er Stimme begann er wieder ſeine Befehle zu ertheilen. ſauſete es und pfiff es über ihm in der Luft. Eine Granate fiel dicht neben dem Kaiſer zur Erde nieder, wühlte ſich ein in den Boden und warf das Feuer auseinander, hierhin und dorthin die ein⸗ zelnen Feuerbrände ſchleudernd.


