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Es iſt eine kalte Nacht, ſagte der Kaiſer gelaſſen, man bringe das Feuer wieder in Ordnung, und lege neues Holz darauf!
Die Adjutanten flogen fort, um die Feuerbrände zuſammenzuleſen, die Generäle ſelbſt beeilten ſich, die herbeigebrachten Holzſcheite und das Stroh auf das verglimmende Feuer zu werfen.
Aber wieder ziſchte und pfiff es in der Luft. Eine zweite Gra⸗ nate flog daher, fiel mitten hinein in das eben erſt wieder ſich entzün⸗ dende Feuer, drückte und löſchte es faſt gänzlich aus, und blieb dann ruhig, als habe ſie ſich dieſen Platz ſiegreich gewonnen, in der Mitte der verglimmenden Kohlen liegen.
Napoleon ſchaute ſinnend und tief ernſt auf die Kugel hin, und ſeltſame Gedanken mochten ſeine Seele bewegen beim Anblick dieſes Todesboten, der ſich zu ſeinen Füßen eingewühlt hatte.*)
Es iſt genug, ſagte er gelaſſen, man ſoll kein Feuer mehr ent⸗ zünden! Mein Pferd! Nach Leipzig! Ich will in Leipzig übernachten!
Die Pferde wurden vorgeführt, von Berthier, Caulaincourt und einigen Ordonnanzen begleitet ritt der Kaiſer nach Leipzig, um dort im Hötel de Pruſſe ſein Nachtquartier zu nehmen.
Der neunzehnte Prtober.
Es war um acht Uhr des anderen Morgens. Ein dicker Nebel lag, einem undurchdringlichen Schleier gleich, über Leipzig, und dehnte ſich weit hin über die Gegend. Niemand konnte ſehen und erkennen, was unter dem noch dunkleren Schleier der Nacht hier und dort bei Freund und Feind gethan worden. Zuweilen hatten die Verbündeten auf der Seite der Franzoſen ein lautes donnerndes Krachen gehört,
3) Beitzte I. 8. 615.


