Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
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Tage der Kaiſer, die Truppen anfeuernd mit ſeinen blitzenden Augen, ſeinem leuchtenden Angeſicht, ſeinem kurzen energiſchen Zuruf.

Und dies Antlitz ihres Kaiſers ſchien den Franzoſen neuen Muth, neue Begeiſterung zu verleihen. Sie richteten ſich empor mit dem Heldenmuth früherer Tage, ſie ſtürzten ſich hinein in das wüthende Schlachtgetümmel, die Erde bebte von dem Donner der Kanonen, dem Geſchrei der Kämpfenden, dem Jauchzen der Vordringenden, dem Wuth⸗ gebrüll der Zurückgedrängten.

Herüber und hinüber wogte der Kampf. Die Franzoſen wichen nicht, ſie ſtanden wie eine Mauer, dieſe Mauer ward hier und da durchbrochen, aber die Lücke füllte ſich wieder, und mit neuem Helden⸗ muth kämpften die neu Eingetretenen, denn ſie kämpften unter dem Auge ihres Kaiſers, denn Napoleon war da!

Aber auch Blücher war da! Drüben, dem Feind gegenüber bei ſeinem ſchleſiſchen Heer, von dem er freilich die Hälfte an den Kron⸗ prinzen von Schweden abgegeben, drüben neben ſeinen aus Ruſſen und Preußen zuſammengeſetzten Truppen hielt Blücher. Auch ſein Auge flammte, auch ſein Antlitz glänzte vor Begeiſterung und Kampfes⸗ luſt. Auch er feuerte mit kräftigem Worte die Truppen an, und ſie kämpften mit Heldenmuth, denn ſie kämpften unter dem Auge ihres Feldherrn, denn Vater Blücher war da!

Er theilte mit ihnen jede Laſt und jede Gefahr, er trank mit ihnen, wenn ihn dürſtete, aus Einer Flaſche, er zündete an ihren Pfeifen ſich ſeine Pfeife an, und ſprach zu ihnen nicht mit dem vor⸗ nehmen Ton eines Gebieters, ſondern in ihrer eigenen ungezwungenen⸗ gefühlvollen Weiſe.

Sie ſtürzten ſich daher mit Begeiſterung, mit freudigem Sieges⸗ ruf in das Schlachtgewühl, ſie griffen an mit unwiderſtehlicher Gewalt, ſie zwangen die Franzoſen zurückzuweichen, zwar nur Schrittweiſe, aber doch zu weichen.*

Es geht gut, Gneiſenau! rief Blücher, als er dies ſah. Er kann ſich nicht mehr halten, der Bonaparte, er muß endlich doch an ſeinen Rückzug denken. Aber ſehen Sie nur, er zieht ſeine Truppen immer dichter zuſammen, er läßt ſie cken, nach Leipzig. Ach, ich ver⸗