Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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wir ihn aber dennoch fortſetzen, wenn wir beſiegt werden, ſo ſteht un⸗ ſern Feinden der Weg nach Frankreich offen, und Ew. Majeſtät wer⸗ den nicht mehr die Macht haben, die Verbündeten zu verhindern, grades Weges nach Paris zu marſchiren, denn Frankreich hat keine Soldaten mehr zu ſeiner Vertheidigung, wenn die Armee hier zu Grunde geht. Sire, möchten Ew. Majeſtät daher ſich Ihres Landes und Ihres Volkes erbarmen, möchten Sie genug ſein laſſen des Kampfes und den Ver⸗ bündeten Friedensvorſchläge machen!

Ja, Sire, rief Daru lebhaft, werden Sie auf's Neue der Wohl⸗ thäter Ihres Volkes und Ihres Landes, bezwingen Sie Ihr edles großes Herz zum Wohl Ihres Volkes und Ihrer Armee, deren letzte Colonnen hier um Sie verſammelt ſind und von Ihren Lippen jetzt Tod oder Leben erwarten. Das ungeheure und unvorhergeſehene Er⸗ eigniß hat uns überraſcht, wir ſind nicht genugſam vorbereitet geweſen! Wir haben keine Ambulancen, keine Hoſpitäler hinter uns, es fehlen uns alle Bedingungen des Sieges, denn wenn der Soldat weiß, daß er nach der Schlacht, falls er verwundet oder krank wird, ein gutes Bett, Pflege und Hülfe findet, ſo geht er mit vollkommener ruhiger Sicherheit in die Schlacht. Aber dieſe Bedingungen des Sieges fehlen uns hier. Ew. Majeſtät weiß wohl, daß dies nicht meine Schuld iſt, aber es bleibt doch immer wahr, daß es ſo iſt und daß wir Mangel leiden an Allem. Ew. Majeſtät werden daher die Gnade haben müſſen, einen Entſchluß zu faſſen, der peinlich und beklagenswerth iſt, aber von den Umſtänden zur dringenden Nothwendigkeit gemacht wird.

Napoleon hatte den beiden Herren mit vollkommener Ruhe und Aufmerkſamkeit zugehört, jetzt, als Graf Daru ſchwieg, ließ er ſeine Augen mit einem langen ſpöttiſchen Blick erſt auf Darn, dann auf Berthier ruhen.

Haben Sie mir noch etwas zu ſagen? fragte er dann.

Die beiden Herren verbeugten ſich ſchweigend.

Nun denn, ſagte Napoleon, aufſtehend und die Arme ineinander geſchlagen ſich grade und ſtolz aufrichtend, ſo will ich Ihnen Beiden antworten! Berthier, Sie wiſſen, daß Ihre Meinung in dieſen Dingen

für mich nicht ſo viel Werth hat als ein Strohhalm, Sie können ſich

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