en,
hm nit ir
ide
ich au, ng
ſal n
bei Möckern einen glänzenden Sieg erobert, und wenn die Schweden
unter ihrem Oberfeldherrn Bernadotte auch nicht an dem Kampf Theil
genommen und wenn ſie es auch heute wie immer verſtanden, von den Gefahren und der Blutarbeit ſich fern zu halten, ſo hatten ſie es doch auch dies Mal wie immer verſtanden, an den Ehren und dem Sieges⸗ ruhm Theil zu nehmen.
Die Franzoſen hatten in dieſen zwei Tagen fortwährender er⸗ bitterter Kämpfe nicht einen einzigen entſcheidenden Sieg errungen, und doch ſtand Napoleon ſelber an der Spitze der Franzoſen, doch war er ſelber es, der die Schlachten leitete! Tauſende ſeiner Soldaten lagen bei Wachau auf blutgetränkter Erde, Tauſende von ihnen hatte die Sichel des Todes bei Möckern darnieder gemäht.
Sein Heer ſchmolz mit jeder Stunde mehr zuſammen, das ſeiner Feinde aber ſchien mit jeder Stunde mehr anzuſchwellen. Immer neue Maſſen rückten heran, immer gewaltiger und impoſanter zog der Feind, ſeine Kräfte vereinend, daher, und die letzte große Schlacht der Ent⸗ ſcheidung mußte geſchlagen werden.
Es war am Abend des zweiten Tages, am Abend des ſechszehnten Octobers. Napoleon, welcher die Tage vorher ſein Hauptquartier in Reudnitz, eine Meile von Leipzig, gehabt, hatte es für dieſe Nacht auf offenem Felde aufgeſchlagen. Von dem Punkt, auf welchem er ſein Zelt aufgeſchlagen, konnte man die Stadt Leipzig ſehen, und hinter dem⸗ ſelben durchleuchteten die Wachtfeuer der Verbündeten die hereinbrechende Nacht. Auch neben dem Zelt des Kaiſers hatte man ein großes Wacht⸗ feuer angezündet, und neben demſelben auf einem kleinen, mit rothem Maroquin bezogenen Feldſtuhl ſaß Napoleon, den grauen Ueberrock eng zugeknöpft, den dreieckigen Hut tief über die Stirn gezogen, die Arme über der Bruſt ineinandergeſchlagen. Seine Garden, die in weiten Kreiſen rings umher auf der Ebene lagerten, konnten ganz deutlich den von dem Wachtfeuer halb beleuchteten Kaiſer ſehen, und dieſe zu⸗ ſammengebeugte dunkle Geſtalt, das war ihr einziger Hoffnungsſtrahl. Sie ſchauten nicht hin zu den Sternen des Himmels, ſie ſchauten nur hin auf ihren Erdenſtern, er allein konnte ſie leiten und beſchützen, er
allein konnte ſie jetzt noch vom Tode erretten, wenn er nicht weiter WMiühlbach, Napoleon. II. Vd. 32


