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folgen! Sie kündigen mir den Gehorſam auf, und meine Pläne ſcheinen ihnen zu waghalſig. Sie wollen nicht nach Berlin gehen, ſie wollen Frieden haben! Begreifen Sie, Augereau, Frieden jetzt, wo Alles ſich rüſtet, wo Alles nach Krieg ſchreit, wo der Krieg unvermeidlich iſt, und es nur darauf ankommt, mich mit ſo viel Vortheil, als möglich, aus der Schlinge zu ziehen, in der wir gefangen ſind, wenn die Ver⸗ bündeten ihre Vortheile benutzen und das Netz, das uns umſtellt, zu⸗ ſammenziehen.
Sire, und ich glaube, ſie haben den Willen, dies zu thun! rief Augereau. Nur das erhabene Feldherrngenie Ew. Majeſtät vermag uns noch Rettung und Sieg zu erobern!
Ein ſchmerzliches Lächeln zuckte um die bleichen Lippen des Kaiſers. Ach, Augereau, ſagte er, wir ſind nicht mehr die Soldaten von Auſterlitz und Jena. Ich habe keine Heerführer mehr, auf deren Gehorſam ich zählen darf. Ich werde meinen Plan aufgeben, ich werde nicht auf das rechte Elbufer gehen, aber damit entſage ich allen Siegen und allen Erfolgen, und es kommt nur noch darauf an, mit Ehren unterzugehen und uns mit möglichſtem Vortheil nur durchzuſchlagen durch Deutſchland nach Frankreich hin.
Die Marſchälle und Generäle waren wieder im Audienzſaal ver⸗ ſammelt und blickten in ſtummer, trotziger Erwartung hin nach der Thür des kaiſerlichen Kabinets.
Da öffnete ſich die Thür, und der Kaiſer, ernſt, bleich und ruhig wie immer, ſchritt herein, gefolgt von dem Marſchall Augereau.
Eine athemloſe Stille trat ein, Aller Blicke waren auf dieſes un⸗ ergründliche Cäſarenantlitz geheftet, auf dieſe wie aus Erz gebildeten Lippen, die jetzt die Zukunft verkünden ſollten.
Der Kaiſer ſchritt bis in die Mitte des Saales vor; er hob ſein Haupt höher empor und ließ ſeine düſtern Blicke an der Reihe der Generäle dahin gleiten.
Meine Herren, ſagte er mit lauter Stimme, ich habe meinen Plan geändert. Wir werden nicht über das rechte Elbufer gehen, ſondern wir werden uns nach Leipzig wenden und morgen dahin ab⸗


