Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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öffnet und ſtand in derſelben; neben ihm, von dem Vorhang beſchattet, ſtand der Kaiſer, zu dem auch der König herangetreten war.

Beide ſchauten ſie mit aufmerkſamen Blicken hinein in den Bankett⸗ ſaal, der jetzt einen ſehr heitern und bunten Anblick darbot. An allen dieſen kleinen Tiſchchen ſaßen jetzt in allerliebſten Gruppen die Ball⸗ gäſte, die Damen in ihren reichen Toiletten, die Herren in ihren glän⸗ zenden Uniformen. Alles war heiter und geſprächig, die auserleſenen Speiſen hatten Allen eine behagliche Stimmung gegeben, der glühende Wein hatte alle Zungen gelöſt. Selbſt die Augen der Damen glänzten feuriger und ein friſcheres Roth glühte auf ihren Wangen. Aber alle dieſe glänzenden Augen, dieſe heitern Geſichter richteten ſich wieder und immer wieder nach dem kleinen Tiſch hin, der da an der Seite des Saals, zunächſt der Portière ſtand.

An dieſem Tiſch ſaß Blücher neben ſeiner Gemahlin, einige an⸗ dere Herren ihm zur Seite. Auf dem Tiſch ſtand eine der gläſernen Tonnen, die vorher auf dem ſtattlichen Büffet geprangt, und aus dieſer mit einer goldgelben Flüſſigkeit angefüllten Tonne zogen liebliche und angenehme Dämpfe empor, die Luft mit erquicklichen Wohlgerüchen erfüllend.

Blücher ſchien dieſe Wohlgerüche mit Vergnügen einzuathmen, denn ein Ausdruck unendlicher Behaglichkeit ſprach aus ſeinen Zügen, und ſo oft er ſein Glas geleert hatte, griff er nach dem ſilbernen Löffel, der in der Bowle lag, und beeilte ſich, es wieder mit dem dampfenden Punſch anzufüllen, um es dann bald wieder zu leeren. Eben ſetzte er wieder das geleerte Glas auf den Tiſch, und zog dann mit einem be⸗ haglichen Lächeln ſeinen weißen Schnurrbart durch ſeine Finger, indem ſeine Augen mit einem leuchtenden Blick die ganze Geſellſchaft muſterten. Dann auf einmal flog ein Schatten über ſeine Stirn hin.„

Wir jubeln nun heut doch blos ſo, weil's endlich los gehen ſoll, ſagte er, wir ſind ſo vergnügt, weil wir unſere Revanche nehmen wollen! Und wenn's nun doch wieder Alles zu Schanden würde, wenn die Halben und die Schielwippen nun doch wieder am Ruder blieben? Herr mein Gott, es wär' zum Raſendwerden! Ich kenn' ſie ja, ich kenn' ſie, und ich weiß, daß ſie Alles verderben werden. Im entſchei⸗