Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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Gneiſenau, der morgen hier eintrifft, als General⸗Quartiermeiſter an die Seite zu ſtellen.

Der König nickte leiſe mit dem Haupt. Ein ſtattlicher Gefährte, den Sie ſich da erwählt haben, ſagte er lächelnd.

Und ein prächtiges Trifolium, wie mir ſcheint! rief der Kaiſer. Blücher, Scharnhorſt und Gneiſenau! Das ſind drei Namen von gutem Klang! Aber hören Sie nur, Sire, der Blücher donnert noch immer wie Sturmwind daher. Es gäbe ein wirkſames Mittel, dieſen Sturm⸗ wind ſchweigen und dieſen Donner verſtummen zu machen!

Nun, was für ein Mittel? fragte der König lächelnd.

Ew. Majeſtät ſollten die Gnade haben, den General von Blücher hierher zu berufen und ihm ſagen, daß Sie ihm das General⸗Com⸗ mando der ſchleſiſchen Armee übertragen wollen.

Sie rathen mir dazu, Sire? fragte der König. Ew. Majeſtät opfern mir dabei keinen Wunſch?

Doch, ſagte Alexander lächelnd, ich hatte wohl gewünſcht, den General Tauentzien als Obergeneral zu ſehen, wie Ew. Majeſtät eigentlich wohl den Feldmarſchall Kalkreuth gewünſcht hatten. Opfern wir alſo Beide unſere Wünſche dem großen Zwecke auf, für den, wie ich jetzt glaube, der Blücher das geeignete Mittel iſt.

Es ſei, wie Ew. Majeſtät ſagen, rief der König. Ich will Blücher rufen laſſen!

Er winkte Scharnhorſt wieder zu ſich heran. Ich bitte, gehen Sie doch und holen Sie Ihren Freund, den General Blücher, hierher, ſagte der König, indem er, gleich dem Kaiſer, ſich von der Tafel erhob.

Und ich bitte um Erlaubniß, während der General in den Saal geht, einen Blick durch die Portière werfen zu dürfen, um zu ſehen, was der Blücher denn eigentlich da drinnen treibt, ſagte der Kaiſer, indem er ſich der Portiere näherte. Schlagen Sie jetzt die Portière zurück, Herr General Scharnhorſt, und bleiben Sie ein wenig in der⸗ ſelben ſtehen. So! Auf dieſe Weiſe kann ich den ganzen Saal über⸗ ſchauen!

Scharnhorſt hatte, wie es der Kaiſer befohlen, die Portière ge⸗