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Körner dem Meiſter vergnügt lächelnd zunickte. Und noch viel andere ſchöne Stücke hat'er geſchrieben, und herrliche Lieder obendrein. Des⸗ halb iſt er auch ſchon, obwohl er erſt einundzwanzig Jahre alt iſt, in ganz Deutſchland berühmt, und in Wien haben ſie ihm ſchon eine glänzende Anſtellung beim Theater gegeben, und eine liebe, ſchöne, junge Braut hat er, die er von ganzer Seele liebt und mit der er in vier Wochen ſich verheirathen wollte. Aber da erſchallte der Schlachtruf durch ganz Deutſchland, da rief der König von Preußen die wehrhafte Jugend zu freiwilligem Waffendienſt, um die Schmach Deutſchlands zu rächen, und denkt nur, was die Liebe zum Vaterlande vermag! Der junge Mann wirft Alles hin, giebt Alles auf, ſeinen Ruhm, ſeine Braut, ſeine Anſtellung, und eilt in freudiger Begeiſterung hierher, um dem Vaterland ſeinen Arm und ſeine Dienſte anzubieten, und ſeinen Dichterruhm und ſein Erdenglück in die Schanze zu ſchlagen gegen den Sieg oder einen ehrenvollen Tod auf dem Schlachtfeld. Oh, das iſt ſchön, das iſt wundervoll, riefen die Geſellen entzückt aus, mit der geballten Rechten, in welcher ſie die Nähnadel hielten, auf ihr Knie ſchlagend, als ſei dies die Werbetrommel.
Ja, das iſt wirklich ſchön, ſagte Meiſter Martin gedankenvoll vor ſich hin⸗
Gnädige Frau, flüſterte Theodor Körner lächelnd und erröthend, Sie beſchämen mich durch Ihr allzugroßes Lob. 3 Kann ich dafür, wenn die einfache Erzählung der Wahrheit für Sie ein großes Lob iſt? fragte die Majorin mit einem ſtrahlenden Lächeln. Denn ich habe Euch die Wahrheit geſagt, Meiſter, und es verhält ſich Alles genau, wie ich es erzählte. Der junge Dichter
Theodor Körner hat Alles bei Seite geworfen, um Soldat zu werden. Vergebens weinen ſeine Aeltern ihm nach, vergebens ſtreckt ſeine ſchöne Braut die Arme nach ihm aus und ruft ihn mit zärtlichen Liebesgrüßen. Er hört nichts, er ſieht nichts, denn das Vaterland hat ihn gerufen, und mit begeiſtertem Entzücken iſt er dieſem Ruf gefolgt. Er will
nicht glücklich ſein, bevor das Vaterland nicht frei iſt, und ſüßer als das herrlichſte Leben ſcheint ihm der ruhmvolle Tod für das Vaterlandl So iſt er hierher gekommen, und mit Jauchzen haben die Freiwilligen


