Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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und daß es Euer Herz erhebt, zu denken: Ich rühre meine Hände auch für das Vaterland. Ich bin auch in meiner Weiſe ein Soldat des Vaterlandes, denn ich bringe ihm meine Kraft und meine Arbeit dar!

Das iſt wahr, ſagte der Meiſter Martin verwirrt, und damit Sie mich nicht ſchlechter halten als ich bin, ſo muß ich Ihnen doch ſagen, daß ich mir dieſe Arbeit hier nicht bezahlen laſſe, ſondern daß ich mich angeboten habe, zwölf Uniformen für unſere Soldaten umſonſt anzu⸗ fertigen. Ich habe nichts anderes, was ich dem Vaterlande darbringen könnte, ich gebe alſo was ich habe, meine Arbeit!

Und vas iſt das Schönſte, was man geben kann, rief die Majorin. Ihr ſeid ein braver Mann, und ich bitte Euch, gebt mir Eure Hand und laßt mich Euch danken im Namen des Vaterlandes!

Sie reichte dem Meiſter ihre kleine weiße Hand dar, und er legte ſchüchtern und beklommen ſeine breite kalte Hand hinein.

Oh nun fürchte ich nichts, ſagte Frau von Lützow freudig, da Ihr ein ſo braver Patriot ſeid, werdet Ihr unſere Bitte erfüllen, und die Uniform für dieſen jungen Mann hier noch zum Sonntag fertig machen!

Ich ſagte Ihnen ja aber ſchon, daß ich nicht kann, rief Meiſter Martin faſt weinerlich, daß ich ſie nicht mehr fertig machen kann.

Und ich antworte darauf: verſucht es nur, Meiſter! Es wird ſchon gehen! Denn denkt nur, lieber Meiſter, Euer eigener Ruf ſteht auf dem Spiele, und alle die tapfern Freiwilligen würden Euren Namen verwünſchen, wenn Ihr es wäret, der die Schuld trüge, daß ihr be⸗ liebter und gefeierter Dichter nicht bei dem heiligen Feſt am Sonntag erſcheinen könnte.

Wie denn das? fragte Meiſter Martin erſtaunt. Von welchem Dichter ſprechen Sie denn, Madame?

Ich ſpreche von dem Dichter, der hier vor Euch ſteht, von Theodor Körner.

Ach, das iſt Theodor Körner! rief Meiſter Martin. Der Dichter, der das wunderſchöne Stück Toni geſchrieben hat, das ich dieſen Winter hier geſehen habe?

Ja, derſelbe, lieber Meiſter, ſagte die Majorin, während Theodor