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Ja, der bin ich, ſagte Meiſter Martin, indem er unwillkürlich aufſtand.
Nun denn, lieber Meiſter, ſagte Frau von Lützow, einige Schritte in die Werkſtatt vortretend, ich möchte gern einige Worte mit Euch reden.
Ja, aber ich kann mir denken, was es iſt, rief der Schneider, deſſen Augen jetzt auf Theodor Körner hafteten, und der in ihm ſeinen ungeſtümen Dränger wieder erkannte. Der Herr iſt ſchon zwei Mal hier geweſen und hat verlangt, daß ich ihm eine Uniform zum Sonntag ſchaffen ſollte. Aber ich kann's nicht, und wenn ſelbſt ein Engel vom Himmel herniederkommt, um für ihn zu bitten, ſo muß ich doch dabei bleiben: ich kann's nicht!
Nun, ich danke Ihnen für das Compliment in Bezug auf meine Perſon, ſagte Frau von Lützow lächelnd. Aber ſagt doch, lieber Meiſter, weshalb könnt Ihr nicht?
Weil ich ſchon übermäßig mit Arbeit überlaſtet bin, weil ich in der Ueberraſchung, ohne zu überlegen, ſchon ſo viel Arbeit angenommen habe, daß ich ſie kaum werde vollenden können, und weil es in der abſcheulichen Unordnung und Aufgeregtheit, die jetzt herrſcht, unmöglich iſt, neue Arbeiter zu bekommen.
Nun, wenn das Euer einziger Grund iſt, rief Frau von Lützow, ſo bringen wir Euch neue Arbeiter mit. Da, dieſe beiden jungen Frei⸗ willigen ſind bereit, unter Eurer Oberaufſicht zu arbeiten und zu nähen und die Uniform für ihren Herrn Kameraden fertig zu ſchaffen.
Der Schneider ließ einen Blick voll unendlichen Stolzes auf die beiden jungen Freiwilligen fallen. Junge Burſche, kaum ſechszehn Jahre alt, ſagte er achſelzuckend, unmöglich ſchon ausgelernte Kleider⸗ künſtler.
Aber ſie betheuern Beide, Schneider zu ſein, ſagte die Majorin, und ihr Handwerk zu verſtehen.
Ja, Herr Meiſter, verſuchen Sie es nur mit uns, bat Leonore.,
Wir ſind gewiß flinke und geſchickte Arbeiter, betheuerte Caroline.
Gelernte Schneider? fragte Meiſter Martin.
Ja, gelernte Schneider, rief Leonore.
So verſucht mir mal den Kragen gegenzuſtoßen, die Nähnadel


