Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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Vorſchlag nicht annehmen! Fragen Sie mich auch nicht weiter, warum ich nicht kann. Ich darf's Ihnen nicht ſagen, aber ich weiß, daß, wenn Sie eines Tages meinen Grund erfahren, Sie mir doch Recht geben werden. Ich bin gewiß kein undankbares und ſchlechtes Mäd⸗ chen, aber ich kann nicht, lieber Herr Werkmeiſter, ich kann nicht zu Ihnen kommen! Ich habe größere und heiligere Pflichten zu erfüllen, Pflichten, zu denen Gott ſelber mich gerufen hat!

Das heißt, mein Kind, Du willſt Deine armen, alten Aeltern nicht verlaſſen? ſagte Herr Werkmeiſter gerührt. Willſt lieber bei ihnen bleiben in ihrem dunklen, kleinen Häuschen, und das trockene Schwarzbrod des Invaliden eſſen, als es Dir wohlgehen laſſen in der Fremde und in dem großen, ſchönen Berlin? Haſt vielleicht Recht, mein Kind. Biſt Deiner Aeltern einziges Glück und es war vielleicht egoiſtiſch von mir, Dich ihnen rauben zu wollen. Aber ich dachte da⸗ bei mehr an Dich und wünſchte Deiner Jugend ein beſſeres und ver⸗ gnügteres Loos zu bereiten. Aber Jeder muß die Wege wandeln, die Gott und ſein Gewiſſen ihm vorgezeichnet.

Ja, rief Leonore begeiſtert, Sie haben Recht! Jeder muß die Wege wandeln, die Gott und ſein Gewiſſen ihm vorzeichnet. Und ſo laſſen Sie mich auch meinen Weg wandeln, und möge Gott mich auf demſelben begleiten! Sie zürnen mir alſo nicht, Herr Pathe? Sie ſind nicht böſe? Nein? Nun, Gott ſei Dank! Nun geben Sie mir Ihre Hand und, Herr Pathe, einen recht herzlichen Kuß zum Abſchied!

Sie ſchlang ihre Arme um des alten Mannes Nacken und küßte ihn zärtlich.

Aber Du willſt doch nicht ſchon wieder gehen? fragte Herr Werk⸗ meiſter erſtaunt. Haſt noch nicht einmal meine kranke Frau beſucht und ſprichſt ſchon vom Abſchiednehmen?

Ich muß, Herr Pathe, muß fort. Habe noch vielerlei heute zu beſorgen und will zur Nacht noch wieder fort. Aber Eins bitte ich mir noch zu ſagen. Was bedeutet denn die Inſchrift an Ihrer Thür und warum ſtehen die vielen Menſchen hier außen?

Sie leſen das Plakat, das ich angeklebt habe, ſagte Herr Werk⸗

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