Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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war. Der Zufall wollte, daß die junge Comteſſe einen franzöſiſchen Officier zum Tiſchnachbar hatte, der ſogleich die junge Dame in ein ſehr intereſſantes lebhaftes Geſpräch zu verwickeln wußte. Er erzählte anziehend von ſeinen Feldzügen und Reiſen, und die junge Gräfin hörte ihm gern zu und bewies ihm lebhaft ihre Theilnahme. Der Franzoſe, entzückt über dieſen Antheil des jungen, ſchönen Mädchens, wagte es, ihre Hand zu ergreifen und einen glühenden Kuß auf dieſelbe zu preſſen. Die junge Comteſſe ſchrak zuſammen, eine glühende Röthe übergoß ihr ſchönes Angeſicht, und ohne ſich zu bedenken, nur dem erſten Impuls ihres Gefühls folgend, nahm ſie ein vor ihr ſtehendes Glas Waſſer und goß es über ihre Hand, welche der Franzoſe zu küſſen gewagt. Unfern von ihr ſaßen einige preußiſche Officiere, die den ganzen Vor⸗ gang bemerkt hatten und jetzt bei der jungfräulichen Abwaſchung des franzöſiſchen Kuſſes ein lautes Bravo nicht unterdrücken konnten. Der Eine von dieſen Officieren war der jetzige Major von Lützow. Nach aufgehobener Tafel näherte er ſich der Comteſſe, ließ ſich durch einen gemeinſchaftlichen Bekannten vorſtellen und bezeigte ihr im Namen aller Deutſchen ſeinen glühenden Dank für die kühne Zurückweiſung des Franzoſen. Das war der Anfang ihrer Bekanntſchaft mit dem Herrn von Lützow, und das Ende war ihre Verheirathung mit ihm.*) Sie iſt alſo jetzt in Breslau, Sie haben ſie dort geſehen?

Wohl habe ich ſie geſehen, denn ich war mit einem Freund, der ſich beim Lützow'ſchen Corps melden wollte, in die Wohnung des Ma⸗ jors gegangen. Wir fanden aber nur ſeine junge ſchöne Frau; ſie empfing die Meldung meines Freundes mit ſolch einer Anmuth, ſolch einem ſtrahlenden Freudenblick, ſie ſprach ſo tiefempfundene, begeiſterte Worte über den großen und heiligen Völkerkampf, der jetzt beginne, und dem Niemand ſich entziehen dürfe, daß ich ſelber ganz davon hin⸗ geriſſen war und mich auf der Stelle den Lützower Jägern einverleibt hätte, wenn ich nicht ſchon als Landwehrmann eingetreten war.

*) Die Erzählung dieſes Vorganges danke ich der perſönlichen Mittheilung der Gräfin Ahlefeldt ſelbſt(früher Frau von Lützow), die mir dieſe kleine Scene mit reizender Naivetät und Anmuth ſchilderte. D. V.

Leonoren, ind heimlich ſ knn. Zu ih kutſce Vuter

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