Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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Schweſter, Schweſter, die Poſtkutſche kommt, rief Carl, athemlos hereinſtürzend. Der Poſtillon hat ſchon zum dritten Mal geblaſen!

Nun denn, mein Kind, ſo müſſen wir ſcheiden, ſagte der Wacht⸗ meiſter tief bewegt, indem er Leonore mit einer ungeſtümen Haſt in ſeine Arme zog. Gott ſegne Dich, meine Tochter! Die Gedanken Deines Vaters werden allzeit bei Dir ſein!

Er ließ ſie aus ſeinen Armen los und ſchob ſie ſanft zu ihrer Mutter hin. Die beiden Frauen hielten ſich lange ſchweigend umfaßt⸗ Keine von ihnen ſprach ein Wort, aber ihre Thränen und dieſe letzten langen Blicke, mit denen ſie einander waren beredter als alle Worte.

Und mich vergißt Du ganz? rief Carl ſchmerzvoll. Von mir willſt Du gar keinen Abſchied nehmen?

Leonore riß ſich von ihrer Mutter Herzen los und ſchlang ihre beiden Arme um den Nacken ihres Bruders. Lebe wohl, meines Herzens Liebling, mein Carl, rief ſie. Mache den Aeltern Freude, und bedenke, daß Du ſie von nun an lieben mußt für uns Beide! Lebe wohl, mein Bruder, und verzeih mir, daß ich früher geboren ward als Du und daß Du nicht an meiner Stelle biſt. Gott hat es ſo ge⸗ wollt, Gott hat uns Beide an unſere Stelle geſetzt, und wir wollen ſie Beide würdig ausfüllen!

Ja, das wollen wir, ſagte Carl unter Thränen, gewiß, das wollen wir.

Draußen raſſelte eben ein Wagen heran und hielt vor dem Hauſe an. Ein ſchmetterndes Poſthorn ertönte.

Vater, Mutter und Bruder, lebt wohl! rief Leonore, und indem ſie ihre beiden Arme gen Himmel erhob, fuhr ſie fort: Du mein Gott da droben, wache über ihnen, und wenn es Dein Wille iſt, ſo laß mich dereinſt zu ihnen zurückkehren!

Sie warf ſich haſtig ihren Mantel über, und ohne ſich nur noch einmal umzuſchauen, ſtürzte ſie von dannen und ſprang in den Wagen.

Lebewohl, Lebewohl, Leonore! riefen die Aeltern und der Bruder, die ihr gefolgt waren und vor der Thür des Hauſes ſtanden.

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