Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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nküſſen werde bis feierlich, ich glaube

Nutter, eilg in die rden hier vorüber⸗ he hier vor unſerer ſelbſt runtet ge⸗ zu Gefallen thun, in das Poſtgebäude inde länger bei uns. doch hinbringen?

veſen, ſagte Frau en mit zwei Kame⸗ er Aonorens. Sie hiet, und das erſt en.

örigen Sachen und hindert hätte, ſagte

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ſtön Geſhel

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und ich verſpreche Dir, daß ich nur einen edlen und würdigen Ge⸗ brauch davon machen werde, ſagte Leonore ernſt. Das Brautkleid meiner Mutter ſoll nicht zu leichtſinnigen und flatterhaften Vergnü⸗ gungen verbraucht werden, ſondern es ſoll den höchſten und reinſten Zwecken dienen.

Weiß wohl, flüſterte ihre Mutter mit mühſam zurückgehaltenen Thränen, weiß wohl, daß Du ein ehrbares Mädchen und eine gute Tochter biſt, und daß Du niemals etwas thun wirſt, deſſen Deine alten Aeltern ſich zu ſchämen hätten, Du biſt allezeit mein Stolz und meine Freude geweſen, und ich eingewilligt haben, mich von Dir zu trennen, wenn nicht jetzt Jeder für ſein Vaterland und ſeinen König die ſchwerſten und größten Opfer bringen müßte. Aber weh thut's doch, ſehr weh, und

Alte, unterbrach ſie der Wachtmeiſter, keine Thränen jetzt. Haben nachher, wenn wir allein ſind, noch Zeit genug, uns auszuweinen. So lang ſie noch da iſt, wollen wir ſie anſchauen und uns ihrer freuen. Einen Auftrag habe ich Dir noch zu geben. Geh zu meinem General, dem alten Blücher, und ſag' ihm, er ſoll nicht ſchlecht von mir denken, und nicht glauben, daß ich ein feiger Faullenzer bin, weil ich nicht zu Felde ziehe. Sage ihm, daß ich mir noch nachträglich hab' müſſen's Bein abnehmen laſſen. Er ſoll mich alſo entſchuldigen, wenn ich beim Appell fehle!

Ich werd's getreulich dem General beſtellen, Vater!

Ih mein Gott, fragte Frau Prohaska verwundert, iſt denn der General Blücher jetzt in Berlin?

Nein, ſagte ihr Mann achtlos, er iſt in Breslau, wohin alle Frei⸗ willigen ziehen.

Aber wie kann denn da die Leonore an ihn eine Beſtellung aus⸗ richten? fragte die Frau mit ſteigender Verwunderung.

Der Vater meint nur ſo, daß ich's ihm ſagen ſoll, wenn er nach Berlin kommt, ſagte Leonore raſch. Man ſpricht davon, daß der General Blücher kommen werde, um die Franzoſen zu verjagen, und da meint der Vater nur, daß ich ſeine Beſtellung dann ausrichten könnt'.