Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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jetzt wollen wir Alle gefaßt und ruhig ſein. Dies ſind die erſten Thränen, die ich ſeit dem Tode unſerer ſchönen und lieben Königin Louiſe geweint habe, die erſten Thränen, die ich um Dich vergoſſen habe, meine Tochter. Möge der liebe Gott ſie einem armen Vater, der nur Eine Tochter hat, zu gute halten, möge er mich deshalb nicht für einen Feigling oder ſchlechten Patrioten anſehen. Das Herz will auch ſein Recht haben, und nun werde ich auch wieder der tapfere Soldat ſein, der keine Thränen kennt!

Aber nicht wahr, Alter, heute darf die Leonore uns noch nicht verlaſſen? fragte die Mutter. Einen Tag muß ſie noch bei uns bleiben. Mein Gott, man merkt ja erſt, was man Schönes und Liebes

beſeſſen hat, wenn man's verlieren ſoll, und ſo meine ich, habe ich die

Leonore niemals ſo gründlich und von Herzen geliebt, als in dieſer Stunde, und mein Herz kann ſich nicht von ihr losreißen und ſie nicht ſo ſchnell aufgeben. Ich muß mich erſt an das Scheiden gewöhnen, und mir Leonorens Bild erſt recht in die Seele hineinmalen, damit es darin bleibt. Laß ſie alſo noch hier bleiben bis morgen!

Der Invalide ſchüttelte ernſt ſein Haupt. Nein, ſagte er, was geſchehen ſoll, muß gleich geſchehen, ſonſt werden unſere Herzen noch ſchwach, und unſere Thränen weichen unſere feſteſten Entſchlüſſe auf. Heute erlaube ich, daß die Leonore nach Berlin geht, ob ich's morgen noch kann, das weiß ich nicht!

Vater, in zwei Stunden geht die Landkutſche nach Berlin ab, und ich reiſe mit ihr, rief Leonore raſch. Du haſt Recht, was geſchehen ſoll, muß gleich geſchehen, und wenn man einen Entſchluß gefaßt hat, ſo darf man nicht zaudern, ihn auszuführen. Ich will auf meine Kammer gehen und meinen Koffer packen.

Ich gehe mit Dir und helfe Dir dabei, ſagte ihre Mutter, der

Thür zueilend und mit Leonoren hinaustretend.

Und ich will die Annonce für das Intelligenzblatt aufſetzen, rief Carl. Es muß ſchon morgen drin ſtehen, daß ich hier bleibe, weil ſie mich nicht annehmen wollen, und daß ich Unterricht geben will, um für das Honorar einen Bleſſirten zu erhalten.

Und ich, was werde ich thun? fragte der alte Wachtmeiſter, als

er allein wa ſugen, was der Liebling neine alten Ohren ihre wenn ſie m Herzen und und wenn ſchönſte Mu Nun wird's nich werde wenn Leonc irgend eine min Gida i ſtill un eine ſank der ſe weinte laut Dann iſchte mit Pjui, da und fle den Hinde und Got Vactn Wachtmeiß meiſter P kein altes die Höh⸗ wie unſer So, ufathmen Gemach g Niem

Pied Led do. dazu