dung begrüßen.*) Nur iſt der Kronprinz noch zu jung, um in eins Ehe eintreten zu können, und in dieſem Augenblick wenigſtens muß man es vermeiden, ihm von dem glänzenden Glück ſeiner Zukunft zu reden. Seine Gedanken dürfen jetzt nur Gott und der Religion an⸗ gehören, denn Sie wiſſen, meine Herren, daß der Kronpinz in einigen Tagen die Feier ſeiner Einſegnung begehen wird. Erſt, wenn er ſeine Seele Gott gelobt hat, erſt dann wird es Zeit ſein, daß er ſein Herz der Liebe gelobt, erſt dann wird man ihm Mittheilungen machen über die glänzenden Zukunftspläne, die ſich vor ihm aufthun, und er wird ohne Zweifel, gleich dem König, freudig bereit ſein, die Bande noch feſter zu ſchließen, welche Preußen mit Frankreich verbinden. Er wird ſtolz darauf ſein, eine Prinzeſſin aus dem Hauſe Napoleons als ſeine Gemahlin zu empfangen, denn eine ſolche Vermählung macht ihn zum Verwandten des größten Fürſten ſeines Jahrhunderts!
Eines Fürſten, den Gott vor Allen Andern liebt, da er vor Allen Andern ihn mit Glück begnadigt, rief Fürſt Hatzfeld emphatiſch. Gottes Liebe iſt ſichtbar mit ihm, und ſchützt ſeinen Liebling. Wer hätte es ſonſt außer ihm vermocht, dieſe furchtbaren Gefahren des ruſſiſchen Feldzugs zu überwinden, und wie mit dem Flug des Adlers aus den Schneeſteppen Rußlands wieder heimzukehren nach Frankreich, ohne auf dieſem raſchen Flug auch nur ein Blatt aus ſeiner Lorbeerkrone verloren zu haben, und ohne nur eine Feder aus ſeiner Schwinge ge⸗ knickt zu ſehen.
Es iſt wahr, ſagte Augereau gedankenvoll, das Glück, oder wenn Sie wollen, die Gottheit iſt mit dem Kaiſer, ſie beſchützt ihn in allen Gefahren und läßt ihn ſiegreich aus allen Stürmen hervorgehen. In Rußland war er in Gefahr, ſeinen Ruhm und ſeine Armee einzubüßen, aber die Schlacht an der Moskwa und mehr noch die Schlacht an der Bereſina retteten ſeine Lorbeeren und ſeinen Feldherrnruhm. Auf ein ſamen Wegen, ohne Eskorte, ohne Schutz, reiſte der Kaiſer durch Polen
*) Eine ſolche Verbindung war damals in der That von Frankreich in Vorſchlag gebracht, und Hardenberg ſchien ſie zu begünſtigen. Siehe: Mémoires
d'un homme d'état. Vol. XII. S. 13.
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