Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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und durch Deutſchland, um nach Frankreich zurückzukehren. Hätte man ihn erkannt, ſo wären vielleicht irgend einige exaltirte Köpfe auf das kühne Wagniß verfallen, dem großen Kaiſer auf ſeiner einſamen Fahrt aufzulauern und ihn gefangen zu nehmen. Aber die Augen aller ſeiner Feinde ſchienen wie geblendet. Unerkannt legte der Kaiſer ſeine ge⸗ fährliche Reiſe zurück und erſcheint plötzlich in Paris, wo eben die größte Aufregung, Rathlogſikeit und Verwirrung herrſchte. Denn Paris war eben Zeuge der unſeligen Verſchwörung des Generals Mallet ge⸗ weſen, und die Pariſer fragten einander entſetzt, ob Mallet nicht am Ende doch Recht gehabt, ob Napoleon nicht doch geſtorben ſei, und ob man nicht blos aus Rückſichten der Politik ſeinen Tod noch ver⸗ ſchweige. Da auf einmal erſcheint Napoleon auf den Straßen von Paris, und es iſt, als ob plötzlich ein glänzendes Licht aufgehe in den bisher ſo düſtern Straßen. Alles eilt aus den Häuſern, Jeder will das Wunder ſchauen, den wiedergekehrten Kaiſer ſehen, Jeder ſtürzt zu ihm hin, um ſein Pferd, ſeine Geſtalt, ſeine Hände und Füße zu be⸗ rühren, ihm in's Auge zu ſchauen, ſeine Stimme zu hören, und ſich durch alle ſeine Sinne zu überzeugen, daß dies in Wahrheit Napoleon iſt, nicht ein Schattenbild, ein Phantom, ſondern das Leben, das Glück, der heimgekehrte Kaiſer! Die Luft erzittert von Jubelgeſchrei, und in dem Glück, ihn wiederzuſehen, vergeben dieſe Tauſende, die ihn um⸗ drängen, es dem heimgekehrten Kaiſer, daß er ihre Söhne und Brüder, ihre Väter und Gatten auf den Schneefeldern Rußlands als erſtarrte Leichen zurückgelaſſen. Nie hatte Napoleon einen größeren Triumph ge⸗ feiert, als an dieſem Tage ſeiner Heimkehr von dem ruſſiſchen Feldzug. Fortuna iſt die an den Triumphwagen des Kaiſers gefeſſelte Göttin, und es wäre daher von den Fürſten, wie von den Völkern ſehr thöricht, ſich wider ihn auflehnen zu wollen.

Zum Glück haben die Fürſten, wie die Völker, alle derartige Ge⸗ danken gänzlich aufgegeben, ſagte Hardenberg lächelnd, indem er be⸗ haglich den Faſanenflügel auf einem ſilbernen Teller zerſchnitt. Die Völker wie die Fürſten begehren und erſehnen nichts weiter, als Ruhe und Frieden, um ihre Wunden verbinden, ihren Acker beſtellen, und