Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 1. Band (1859)
Entstehung
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Gute AVachrichten.

Er iſt's, er iſt es wirklich! rief General Blücher, aus der Haus thür ſtürzend und mit ausgebreiteten Armen zu dem Herrn hineilend, der eben, tief in den ruſſiſchen Pelz eingehüllt, mit ſeinen zwei Dienern aus dem Wagen hernieder ſtieg. Mein Scharnhorſt, mein geliebter Scharnhorſt! Und er ſchloß den Freund ſo feſt in ſeine Arme, als ſei es die langerſehnte Geliebte, die er endlich an ſeinen Buſen drücke.

Blücher, mein theurer Freund, laſſen Sie mich los oder Sie er⸗ drücken mich! rief Scharnhorſt lachend. Und kommen Sie, laſſen Sie uns in's Haus gehen, da wollen wir uns begrüßen!

Ja, kommen Sie, liebſter, beſter Freund! ſagte Blücher, und ſeinen Arm um den Nacken Scharnhorſt's legend, zog er ihn ſo haſtig vor⸗ wärts, daß dieſer, athemlos keuchend, kaum zu folgen vermochte.

Im Salon angelangt, war Blücher mit zuvorkommender Geſchäf⸗ tigkeit bemüht, den Freund ſeines Reiſepelzes zu entledigen, und indem er dieſen vor übergroßer Haſt an die Eide warf, riß er Scharnhorſt die große, pelzverbrämte Reiſemütze ab.

Ich muß Sie anſehen, Freund, rief er zärtlich, ich muß das Ge⸗ ſicht meines lieben Scharnhorſt ſehen, und jetzt, da ich's ſehe, jetzt muß ich's küſſen!

Er preßte einen zärtlichen Kuß auf Scharnhorſt's Lippen. So, ſagte er, das hat mir ſo köſtlich geſchmeckt, wie Einem, der in der Wüſte eben im Verſchmachten begriffen iſt, und findet da auf einmal eine Quelle, an der er ſich laben kann. Scharnhorſt, mein Freund, thun Sie mir den einzigen Gefallen, und laſſen Sie mich noch ein⸗ mal trinken!

Und, ohne die Antwort des Freundes abzuwarten, küßte er ihn noch einmal.

Nun, jetzt aber müſſen Sie mich auch einmal zu Wort kommen laſſen, ſagte Scharnhorſt lachend. Und vor allen Dingen, Freund,