Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 1. Band (1859)
Entstehung
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ruhr und Be⸗ glänzend ge⸗ ausbreitend,

bwiſchend,

euth. Jeder⸗ rieb die Ein⸗ einem Hauſe ent entgehen

ten Glanzes

dem Könige zuſammen

e Throne haffen, den te heute in Frühe des len, daß die Kaiſer heut en und dort überall au e ſah man Stadt und n Blumen⸗ zuzuwinken.

zu

e auf dem

e nſchloß der

h befohlen,

daß man ihm ſeine Zimmer bereite. Graf Münſter, der Intendant der fürſtlichen Schlöſſer hatte natürlich dem kaiſerlichen Befehl Folge geleiſtet, und vier glänzende Zimmer waren für den Kaiſer in Bereit⸗ ſchaft geſetzt worden. Alle Anordnungen waren jetzt beendet, und zum letzten Mal durchwanderte der Intendant, gefolgt von dem Schloß⸗ kaſtellan Schluter, die kaiſerlichen Gemächer, um noch eine letzte Mu⸗ ſterung derſelben vorzunehmen.

Nein, ich finde nichts mehr zu erinnern, ſagte der Graf, als er eben in das für den Kaiſer beſtimmte Schlafzimmer eintrat. Alles iſt eben ſo bequem als glänzend und comfortable, das Arrangement macht Ihnen viel Ehre, mein lieber Schluter, und wird Ihnen ohne Zweifel ein koſtbares Geſchenk kaiſerlicher Dankbarkeit eintragen, denn der große Kaiſer iſt ſehr freigebig, wie man ſagt.

Mag kein Geſchenk von dem Tyrannen annehmen, brummte der Kaſtellan mit düſterm Geſicht, will meine Hände nicht beſudeln mit dem Raub, den er aus fremden Ländern daher führt, und an dem nicht der Segen Gottes, ſondern nur der Fluch des Teufels haftet.

Sie ſind ein Narr, lieber Schluter, rief der Graf lachend. We⸗ nigſtens ſehen Sie, daß der Fluch des Teufels dem großen Kaiſer ſehr wohl bekommt, denn alle Tage wächſt ſeine Macht und ſein Anſehen. Er geht jetzt nach Dresden, um dort alle Fürſten Deutſchlands zu ſeinen Füßen zu ſehen, und dann eilt er nach Rußland, um neue Siege zu feiern, und den einzigen Mann der Welt, der es noch wagt, ſich nicht vor ihm zu beugen, den Kaiſer Alerander von Rußland, zu demü⸗ thigen und in den Staub zu treten.

Ich weiß noch Jemand, der ſich nicht vor ihm demüthigt, und den er nicht in den Staub treten wird, ſagte der Kaſtellan mit verächtlichem Achſelzucken.

Nun, und wer wäre das? fragte Graf Münſter raſch.

Das iſt die weiße Frau! rief der Kaſtellan feierlich und laut.

Graf Münſter ſchrak zuſammen, und warf einen ſcheuen ängſtlichen Blick umher. Um Gotteswillen, ſchweigen Sie, befahl er haſtig. Vergeſſen Sie doch dieſe thörichten Träumereien, und vor allen Dingen wagen Sie es nicht, jetzt davon zu ſprechen.