Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 1. Band (1859)
Entstehung
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II.

Dir weiße Frau.

Im Reſidenzſchloſſe zu Baireuth war Alles in Aufruhr und Be⸗ wegung, geſchäftige Diener eilten hin und her durch die glänzend ge⸗ ſchmückten Gemächer, hier und dort noch einen Teppich ausbreitend, eine Vaſe mit duftenden Blumen placirend, oder den Staub abwiſchend, der ſich auf eins der glänzend polirten Meubles gelegt hatte.

Es war heute ein großer, ein wichtiger Tag für Baireuth. Jeder⸗ mann empfand das, und die Aufregung und Neugierde trieb die Ein⸗ wohner hinaus auf die Straße. Niemand mochte in ſeinem Hauſe bleiben, Niemand wollte ſich den großen hiſtoriſchen Moment entgehen laſſen, der heute über Baireuth einen Schimmer ſeines alten Gl ergießen ſollte.

Der Mann, dem die ganze Welt zu Füßen lag, vor dem Könige und Fürſten ſich beugten, vor dem Reiche erbebten und Throne zuſammen

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ſtürzten, der nur die Hand auszuſtrecken brauchte, um neue Throne aus dem Nichts und neue Fürſten aus dem Dunkel zu ſchaffen, den man bewunderte, obwohl man ihn haßte, Napoleon ſollte heute in Baireuth eintreffen. Die Fouriere waren ſchon in der Frühe des Morgens angelangt, und hatten im Namen des Kaiſers befohlen, daß die Zimmer im Schloß in Bereitſchaft geſetzt würden, weil der Kaiſer heut am Nachmittag des vierzehnten Mai in Baireuth einzutreffen und dort die Nacht zu bleiben gedenke.

Die ganze Bevölkerung wogte daher auf den Straßen, überall an den Häuſern, an denen der Kaiſer vorüber kommen mußte, ſah man die Fenſter geöffnet und in denſelben die erſten Damen der Stadt und der Umgegend im ſchönſten Schmuck der Toilette mit großen Blumen⸗ ſträußen in den Händen, um dem Kaiſer damit ihre Grüße zuzuwinken.

Die lebhafteſte Bewegung aber, wie geſagt, herrſchte auf dem neuen Reſidenzſchloß, denn dort, nicht in dem alten Reſidenzſchloß der Markgrafen von Brandenburg, hatte der Kaiſer ausdrücklich befohlen,

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