Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 1. Band (1859)
Entstehung
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in meinem Hirn, und es läuteten wie mit Glocken vor meinen Ohren die Worte:Du darfſt nicht ſterben, denn Du mußt ihren Tod rächen an Dem, der ihr Herz gebrochen hat. Ich neigte mich über die Leiche und indem ich ihre Lippen küßte, ſchwur ich, daß ich leben wolle, um dies Ziel zu erreichen. Habe jenen Schwur und jene Stunde nicht vergeſſen, werde ihrer immer eingedenk bleiben, ſeien Sie deſſen gewiß. Nur aber will ich die richtige Zeit abwarten und man ſoll nicht glanben, daß ich mich zu voreiligen und unüberlegten Handlungen jemals werde hinreißen laſſen.

Auch wird Niemand es wagen wollen, dies von Ew. Majeſtät zu erwünſchen, ſagte Hardenberg haſtig. Vielmehr thut jetzt gerade die Vorſicht Noth, und aus dieſem Grunde möchte ich Ew. Majeſtät be⸗ ſchwören, Ihr edles Herz zu überwinden und nach Dresden zu gehen zur Begrüßung des Kaiſers.

Nimmermehr! rief Friedrich Wilhelm auffahrend und hoch erröthend Nein, nein, nirgends anders als vielleicht in der Schlacht will ich vieſen Menſchen wiederſehen, der mein Glück, meine Ehre, meine Hoffnung vernichtet hat. Sagen Sie mir nichts mehr davon. Es kann nicht ſein! Wie ſollte ich dieſem Mann gegenübertreten, den ich ſeit Tilſit nicht wieder geſehen. Wer kann von mir fordern, daß ich jetzt nach Dresden gehe, um als ein Höfling an der Thür des Triumphators zu ſtehen und mich unter die Schleppenträger ſeiner Herrlichkeit zu miſchen?

Majeſtät, auch der Kaiſer von Oeſterreich kommt nach Dresden, ſagte Hardenberg bittend.

Der Kaiſer von Oeſterreich hat auch das Unglück, der Schwieger vater Napoleons zu ſein!

Doch hat Kaiſer Franz ſeinen Schwiegerſohn an jenem Tage zum letzten Mal geſehen, als er nach der Schlacht von Auſterlitz ſich als ein Bittender an das Wachtfeuer Napoleons begab und den Triumphato um Frieden anflehte. Das war noch ſchlimmer als Tilſit, und der Kaiſer von Oeſterreich kommt dennoch jetzt nach Dr

esden, un wie Ew. Majeſtät vorher ſagten, der Schleppenträger von Napoleot Herrlichkeit zu ſein! Weshalb thut er's? fragte der König achſelzuckend.

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