Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 1. Band (1859)
Entstehung
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wollte ſich frei machen von Oeſterreich, und nach langen Kämpfen be⸗ Bericu

ſtand die Freiheit, welche Napoleon ihm verſprochen, doch nur in der imer i völligen Unterwerfung unter ſeinen Scepter. Auch Polen hatte er die e wirte

Freiheit verſprochen, und nachdem das unglückliche Land aufgeſtanden 4 und ſeine letzten Kräfte gegen Rußland ausgeblutet hatte, ſank es jum Sel

todesmatt zuſammen und wehrte ſich nicht, als Napoleon es als Beute Bürdniſ

begehrte und die Polen, welche ſich ſchon frei geträumt hatten, zu gan Eu Unterthanen Frankreichs erklärte. Die Rheinbundsfürſten mußten ihre Firſen

deutſchen Armeecorps nach Spanien ſenden, um dort ein Volk zu be⸗ die fteud

kämpfen, das für ſeine Freiheit und ſein gutes Recht ſtritt, und wäh⸗ tommen

rend der Zeit ſetzte Napoleon mitten in das deutſche Land einen fran⸗ ich überz

zöſiſchen Aventurier als König hin und machte ihm von der Beute cdlen un

deutſcher Fürſten ein fabelhaftes Königreich zurecht. Holland, das es jenem T

verſucht hatte, ſich ein wenig Freiheit und Selbſtſtändigkeit zu bewahren, ſchwur ie

ward eines Tages ſeines Königs beraubt und zu einer franzöſiſchen kein ande

Provinz erklärt, und als es Napoleon gelungen war, Schweden gegen Preußen

Rußland zu hetzen und das edle und unglückliche Finnland zum Kampf Kraft zu

gegen Rußland zu treiben, benutzte er den Moment und nahm ſich ſterben! Stralſund und die Inſel Rügen, die beide dem bisherigen Bundesge⸗ und Gott noſſen, dem König von Schweden, gehörten. In Italien hatte ihm Der allein noch der Kirchenſtaat und der heilige Vater zu Rom widerſtanden, der höni

nachdem das ganze übrige Italien aus ſeinen Freiheitsträumen unter Krizn

den Sceptern und Faſtnachtsthronen franzöſiſcher Marſchälle und neu⸗ ſerſt ge

gebackener napoleoniſcher Prinzeſſinnen erwacht war. Napoleon hetzte Got Neapel und Sardinien gegen Rom, und als der Kampf begonnen lijung 8

hatte, eilte er großmüthig ſeinem Schwager Murat zu Hülfe, entführte und ſie den Papſt aus Rom, ſchleppte ihn als Gefangenen nach Frankreich und Sie, erklärte Rom ſo lange für das Eigenthum Frankreichs, bis der Papſt ſin. Vi

ſich ſeinem Willen gefügt habe. Kein Land, kein Volk iſt ſeinen nichen

Ränken und Liſten entgangen, überall hat er Brand und Verwüſtung, ich daſt

Tod und Verderben erzeugt. Aber die Völker, wie geſagt, haben end⸗ Leiche j

lich ihre Geduld und Langmuth verloren, ſie ſind es müde, zu kämpfen, betäubt

oder vielmehr, wenn ſie jetzt noch kämpfen, ſo wollen ſie es nur, um tiefe, fu

ſich endlich den Frieden zu erobern, um endlich Rache zu nehmen an e wie