Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 1. Band (1859)
Entstehung
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Seit die Leiche der Königin in das Mauſoleum in Charlottenburg

eingezogen war, ſeit dieſem Tage der Schmerzen und der Thränen nannte der König Charlottenburg nicht mehr ſeinLuſtſchloß. Es war ihm ein Trauerſchloß, in welchem all ſein Glück, ſeine Liebe, ſeine Freude begraben war. Aber dennoch weilte er gern in Charlottenburg, denn es war ihm, als fühle er dort, wo ihre irdiſche Hülle ruhte, auch dem Geiſt der Verklärten ſich näher, als höre und verſtände er hier beſſer, was ſie in ſtillen und heiligen Nächten in ſeine Seele flüſtere von Troſt und von einſtigem Wiederſehen.

Nur in dem großen, glänzenden Schloß, in welchem Friedrich Wilhelm ſonſt bei jedem neuen Frühling einige Wochen mit ſeiner Louiſe gewohnt, nur dort mochte der einſame König jetzt nicht mehr wohnen. Zur Seite des Schloſſes hatte er ſich daher eine kleine Woh⸗ nung anbauen laſſen, einen Wittwenſitz für ſein heimgegangenes Glück. In dieſe kleine einfache und ſtille Wohnung zog ſich der König zurück mit ſeinem trauernden, belaſteten Menſchenherzen, und hier verlebte er jetzt ſchon den zweiten einſamen Frühling.

Zwei Jahre faſt waren vergangen ſeit dem Tode der Königin, aber der Schmerz in dem Herzen Friedrich Wilhelms war noch nicht verſtummt, nur war er milder geworden, und der König hatte gelernt, was das Schickſal jeden Sterblichen lehrt, er hatte gelernt, zu reſigniren.

Ja, die Reſignation war in dieſen ſchlimmen und traurigen Tagen das Einzige, was dem unglücklichen König von Preußen geblieben war. Und er hatte reſignirt, reſignirt auf das Glück, auf die Liebe, auf die Größe und Hoheit, auf die königliche Selbſtſtändigkeit ſogar!

Freilich hieß er noch immer König von Preußen, aber er war doch nur ein machtloſer, willenloſer König, ſein Haupt und ſein Arm mußten ſich beugen unter den deſpotiſchen Willen Napoleons, und nur der Schein der Größe, kaum auch dieſer noch, war dem unglücklichen König Friedrich Wilhelm geblieben.

Die Tage von Tilſit hatten noch nicht genug der Schmach und der Demüthigung gebracht, immer neue hatte der Kaiſer der Franzoſen der alten hinzugefügt, immer höher hatten ſich ſeine Forderungen geſteigert, immer rückſichtsloſer hatte ſein Machtwille ſich geäußert.

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