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Was zuckſt Du ſo zuſammen, meine Schweſter? Was beben Deine Lippen, und wie bleich Du auf einmal biſt! Mein Gott, was fehlt Dir, liebe Schweſter?
Es iſt nichts, mein Bruder, oh, es iſt nichts! Ein kleiner vor⸗ übergehender Stich im Herzen, ein Wehgefühl, oh, ein Wehgefühl!— Nein, es iſt nichts, und jetzt iſt's ſchon vorüber, ganz vorüber. Und wenn Du mich liebſt, Geprg, ſo vergißt Du es und ſagſt nichts von dieſem kleinen Zufall, ſprichſt zu Niemanden davon, am allerwenigſten aber zu meinem Mann! Da kommen ſie ſchon wieder, die Geliebten! Wir wollen ihnen entgegen gehen.—
Nach Hohenzieritz geht nun die Reiſe von Neuſtrelitz hin, nach dem reizenden herzoglichen Luſtſchloß am Ufer des ſchönen Tollenſee.
Da halten die Equipagen vor dem Schloßportal, am Arm des Königs tritt Louiſe in das Schloß; und plötzlich durchzuckt ein Schauer ihre ganze Geſtalt, eine tödtliche Bläſſe bedeckt ihre Wangen und krampfhaft klammert ſie ſich an den Arm des Königs feſt.
Was fehlt Dir, Louiſe? Was biſt Du ſo bleich und zitterſt? Iſt Dir nicht wohl?
Oh doch, mein geliebter Freund, mir iſt wohl, aber mich friert, und die Luft hier im Schloß dünkt mich ein wenig ſchwül und drückend, und ſo ſtill iſt es hier, ſo ſtill und öde, als ob der Tod hier wohnte. Komm, laß uns in den Garten hinunter gehen, da iſt das Leben und die Sonne! Komm!
Sie eilt am Arm des Königs hinunter in den Garten. Im Garten, da iſt das Leben und die Sonne. Im Schloſſe wohnt der Tod.
Jetzt im Garten röthen ſich die Wangen der Königin wieder und ihre Augen ſtrahlen wieder hell und licht. Leicht und ſchwebend durch— eilt ſie mit dem Gemahl die langen ſchattigen Alleen und führt ihn zu dem See, der den Garten begrenzt.
Da liegt er vor ihnen, der ſchöne Tollenſee, glänzend wie Silber, rund wie ein Ring und rings umſäumt von einem Kranz von hohen Eichen. Und die Eichen ringsum rauſchen hoch auf, als wollten ſie die Königin grüßen, und die Wellen plätſchern zu ihren Füßen und
ſprngen hiſig rigin küſſen. Oh, meir hiſt du! ruft tigen Ufer he Das Et ich Dich jetzt zeſſin zu ſein Die Heimath Aber da ſo glücklich, nigin mit ei Gemahl, un bin ich heute Gott e Deinen Kin und Du biſt Sie keh ſeiert die Den l Ein n ſcheint glä Louiſe richt zurück, ein faßt ſie na zucken und Oy, arheitet! Ame und arbei Es i der Kram Es i Neſtult


