Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 4. Band (1859)
Entstehung
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as beben Deine t, was fehlt

Fin klo; a Heiner vor⸗

Wehgefühl!

vorüber. Und agſt nichts von allerwenigſten

t ein Schauer

Wangen und tterſt? Iſt

mich friert, und drückend, hier wohnte. das Leben und

Im Garten, der Tod. nvieder und vebend durch⸗

führt ihn z

wie Silber, von hohen s wollen ſe Fißen und

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ſpringen luſtig ſchäumend heran, als wollten ſie die Füße der Kö⸗ nigin küſſen.

Oh, mein liebes Mecklenburg, mein liebes Heimathland, wie ſchön biſt du! ruft die Königin weit hinaus über den See, und vom jenſei⸗ tigen Ufer herüber antwortete ihr das Echo: Schön biſt du!

Das Echo hat Recht, ſagt der König. Schön biſt Du, und wie ich Dich jetzt anſchaue, ſcheinſt Du mir ganz wieder die junge Prin⸗ zeſſin zu ſein, die ich vor ſiebenzehn Jahren zum erſten Mal geſehen. Die Heimath hat Dich wieder zum jungen Mädchen gemacht.

Aber das junge Mädchen vor ſiebenzehn Jahren war doch nicht ſo glücklich, als es die Frau, die Mutter von heute iſt, ſagt die Kö⸗ nigin mit einem ſüßen Lächeln. Damals hatte ich Dich nicht, mein Gemahl, und nicht die Kinder, die geliebten Kinder! Jünger wie damals bin ich heute in meinem Herzen, denn die Liebe macht und erhält jung!

Gott erhalte Dir dieſe ewige Iugend, meine Louiſe, mir und Deinen Kindern zur Freude! Aber komm, es iſt kühl hier am See und Du biſt immer noch bleich!

Sie kehren in das Schloß zurück, und im Kreiſe ihrer Familie feiert die Königin einen Tag des reinſten, ſchönſten Glücks.

Den letzten Tag!

Ein neuer Tag bricht an und eine neue Sonne geht auf. Sie ſcheint glänzend und hell herein in das Schlafzimmer der Königin. Louiſe richtet ſich auf, ſie will ſich erheben. Ihr Kopf ſinkt ſchwer zurück, ein lauter Schrei tönt von ihren Lippen, mit beiden Händen faßt ſie nach ihrem Herzen, ihre Bruſt hebt ſich krampfhaft, ihre Lippen zucken und wimmern.

Oh, oh, mein Herz! Wie das hämmert und ſticht, bohrt und arbeitet!

Arme Königin! Der Todtenwurm iſt doch mächtiger, er hämmert und arbeitet an Deinem Sarge und bald, bald wird er fertig ſein!

Es iſt nichts, nichts! flüſtert die Königin ihrem Gemahl zu, als der Krampf vorüber war.

Es iſt nichts! Nur eine Erkältung! wiederholt ſie, als die aus Neuſtrelitz herbeigerufenen Aerzte kommen.