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Auch das Glück hat ſeine Thränen und ſeine Wehmnth.
Großmutter, flüſtert die Königin, ich habe viel geweint vor Kum⸗ mer und vor Weh! Jetzt weine ich vor Glück und Luſt und meine Thränen danken Gott!
Nun iſt ſie daheim, die Königin, daheim beim Vater, iſt wieder angelangt im Vaterhaus.
Die Stürme ſind vorübergebrauſt, das Unglück hat ſich ausgetobt. Das Glück iſt wieder dg.
Es ſtrahlt von ihrem Antlitz den ganzen Tag, und auch die kom⸗ menden Tage, an denen die Königin die Bekannten und Freunde frü⸗ herer Zeit willkommen heißt.
Am zweiten Tage iſt ein großes Hoffeſt. Ball am Abend. Eine glänzende Geſellſchaft iſt verſammelt in den herzoglichen Sälen, Alles harrt und hofft der Königin entgegen.
Da thun ſich die Flügelthüren auf, da kommt ſie am Arm des Herzogs, ihres Vaters, in den Saal und grüßt freudig die willkom⸗ menen Gäſte.
Wie ſchön ſie heute iſt. Das Antlitz ſtrahlt von Heiterkeit, eine unendliche Hoheit, Milde und Güte iſt über ihr ganzes Weſen ergoſſen. Heute zum erſten Mal auch nach den Tagen des Unglücks hat Louiſe ſich geſchmückt, wie es einer Königin geziemt. Ein weißes Atlaskleid umgiebt ihre edle, herrliche Geſtalt, ſchön geſchmückt ſind die entblößten Arme und der wundervolle Hals.
Oh, Königin, wie ſchön Sie heute ſind! ruft eine ihrer Jugend⸗ freundinnen ganz entzückt. Und wie ſchön dieſe Perlen ſind!
Ja, ſagt die Königin, dieſe Perlen ſind ſchön. Ich liebe ſie auch ſehr und habe ſie zurückbehalten, als es darauf ankam, meine Brillanten hinzugeben. Perlen paſſen beſſer für mich, denn ſie bedeuten Thränen, und ich habe deren ſo viele geweint.*)
Und wie die Königin das ſagt, zuckt ſie leiſe zuſammen und faßt mit der Hand nach ihrem Herzen.
*) Der Königin eigene Worte. Siehe: Letzte Lebenstage der Königin Louiſe.(Von dem damaligen Erbprinzen Georg, jetzigen Großherzog von Mecklenburg⸗Strelitz.)
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