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und feſt, wie eine deutſche Eiche, war die Geſtalt; über breiten Schul⸗ tern und kraftvoll gewölbter Bruſt thronte ein Haupt voll edler Schön⸗ heit und Erhabenheit, das Haupt eines Jupiters. Das Alter hatte es vergeblich verſucht, durch ſeine Linien und Furchen die unvergängliche Schönheit dieſes Geſichtes zu vernichten, es hatte weder den Liebreiz, noch die edle Würde ſeiner Züge zu zerſtören vermocht. Alle Grazien der Jugend ſpielten noch um ſeine feingeſchnittenen rothen Lippen, alle Gluth eines jungen leidenſchaftlichen Herzens, eines feurigen Geiſtes flammte noch aus ſeinen Augen, aus dieſen großen ſchwarzen Augen, die mit einer ſtolzen, edlen Ruhe zu dem Kaiſer hinſchauten.
Napoleon winkte Göthe mit nachläſſiger Handbewegung, näher zu kommen, und aß an ſeinem Hühnerflügel weiter.
Göthe folgte dem Wink und ſchritt hochaufgerichteten Hauptes mit ſtolzer Gelaſſenheit näher. Jetzt ſtand er ganz nahe vor dem Tiſch, Napoleon gerade gegenüber. Der Kaiſer hob den Blick empor, die flammenden Augen der beiden Herven begegneten ſich in einem langen Feuerblick, dann wandte Napoleon ſich mit einem Ausdruck freudigen Staunens an Talleyrand, und mit der erhobenen Rechten auf Göthe hindeutend, rief er:„Ah, das iſt ein Mann!“*)
Ein unmerkliches Lächeln flog über Göthe's Antlitz hin, ſchweigend verneigte er ſich.
*) Dieſes Wort Napoleons machte damals viel Aufſehen und gefiel den Verehrern Göthe's, und dem Dichter ſelbſt außerordentlich, als die höchſte und ſchönſte Anerkennung des Dichters, wie ja auch Hamlet als höchſtes Lob von ſeinem Vater nur ſagt:„Er war ein Mann, nimm Alles nur in Allem, ich werde niemals ſeines Gleichen ſehn.“— So auch empfand man und deutete dies Wort Napoleons:„Voila un homme!“— Der Graf Reinhardt, mit dem Göthe um jene Zeit in lebhaftem Briefwechſel ſtand, ſchrieb darüber an Göthe:„Von Ihnen ſoll der Kaiſer geſagt haben:„Voilà un homme!“ Ich glaub' es, denn er iſt fähig, dies zu fühlen und zu ſagen.“ Und Göthe ant⸗ wortete ihm darauf:„Alſo iſt das wunderbare Wort des Kaiſers, womit er mich empfangen hat, auch bis zu Ihnen gedrungen. Sie erſehen daraus, daß ich ein recht ausgemachter Heide bin, indem das ecce homo im umgekehrten Sinne auf mich angewendet worden; übrigens habe ich alle Urſache, mit dieſer Naivetät des Herrn der Welt zufrieden zu ſein.“ Siehe: Riemer, Briefe von und an Göthe. S. 325.


