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Champagny, ſagte er, Sie werden jetzt nicht mehr nöthig haben, mir zu ſchreiben. Der Kaiſer Alexander hat meine Vorſchläge ange⸗ nommen, und der alte Romanzoff wird ſich ſeine Katzenzunge in den Rauch hängen müſſen, wenn ſie ihm nicht verderben ſoll. Für jetzt iſt der Länderappetit des ruſſiſchen Kaiſers mit den Donaufürſtenthümern zufriedengeſtellt, und er wird auch ſeinen Miniſter zur Nachgiebigkeit zwingen. Der alte Starrkopf wird ſich erweichen müſſen, aber wir werden ihm freilich unſere Verſprechungen Schwarz auf Weiß geben müſſen. Ich reiſe heute mit dem Kaiſer auf einige Tage nach Weimar, Sie mögen indeſſen hier mit Romanzoff die Geſchäfte fortführen und den Tractat redigiren. Ich werde Ihnen heute von Weimar aus meine weiteren Inſtructionen ſenden.
Und wollen mir Ew. Majeſtät nicht gnädigſt auch Inſtructionen geben für den öſterreichiſchen Geſandten, den Grafen Vincent? fragte der Miniſter. Dieſer Herr beſtürmt mich täglich mit Fragen und An⸗ forderungen. Er wünſcht ſehnlichſt eine Audienz bei Ew. Majeſtät, um endlich aus Ihrem Munde zu erfahren, Sire, daß Oeſterreich nichts von Ew. Majeſtät zu befürchten habe, und daß Ew. Majeſtät der Freundſchaft und Ergebenheit Oeſterreichs Glauben ſchenken.
Ich der Freundſchaft und Ergebenheit Oeſterreichs Glauben ſchen⸗ ken! rief Napolevn mit gerunzelter Stirn. Ich kenne die Perfidie Oeſterreichs und ich weiß, daß es im Stillen rüſtet, um, ſobald es mich durch Spanien in Verlegenheit glaubt, ſofort mich anzugreifen. Aber ich werde dieſen Heuchlern zuvorkommen! Ich werde ihnen mit offenem Viſir entgegentreten und ihnen den Krieg bringen, da ſie den Frieden verſchmähen! Jetzt, da ich Rußlands ſicher bin, fürchte ich Oeſterreich nicht mehr, denn mit mir vereint wird Rußland es bekriegen, oder wenigſtens doch mich nicht hindern, es zu bekämpfen und zu ſtra⸗ fen für ſeinen Uebermuth. Es lag in meiner Macht, die öſterreichiſche Monarchie zu ſtürzen, wie ich die von Neapel und von Spanien ge⸗ ſtürzt habe. Ich habe es nicht gewollt, und daß Oeſterreich noch exiſtirt, verdankt es mir! Zetzt aber werde ich unerbittlich ſein, und wenn ich jetzt wieder in Wien einziehe, ſo iſt es als Dictator und als Herr, der den Beſiegten Geſetze giebt. Oeſterreich rüſtet, auch Frankreich wird


