Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 3. Band (1859)
Entstehung
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ſagte er, und ich vertraue der Freundſchaft des Kaiſers Alexander, der von nun an mein Bundesgenoſſe iſt! Möge er den König von Preußen auch in dieſen Bund hineinziehen, wie dieſer ihn einſt in den Bund wider mich hineinzog; das würde in der That ſehr zum Heil Friedrich Wilhelms gereichen und den Intriguen ſeiner Königin endlich ein Ziel ſetzen. Aber jetzt, Sire, genug der Politik und der Geſchäfte! Wir Beide ſind einig! Einig für Frieden und Krieg! Unſere Geſchäfte ſind alſo abgewickelt, und die Tage, die wir jetzt noch hier zu verleben haben, gehören der Freude des Beieinanderſeins und dem Vergnügen allein an! Der Herzog von Weimar möchte uns gern einige Tage in ſeiner Reſidenz bewirthen und uns da eine Jagd und einen Ball geben. Wir wollen heute Nachmittag hinziehen, nicht wahr, und zwei Tage in Weimar bleiben, wenn es Ew. Majeſtät recht iſt?

Ich folge Ew. Majeſtät überall hin, und wär's ſelbſt in den Orkus, rief Alexander lebhaft. Gehen wir alſo nach Weimar!

Und wenn es Ihnen gefällig iſt, Sire, auch nach Jena. Ich möchte Ew. Majeſtät gern das Schlachtfeld zeigen.

Und ich möchte gern dort von Ew. Majeſtät lernen, wie man ſei⸗ nen Feinden glänzende Lorbeeren abgewinnt. Ich folge Ihnen nach Jena als Ihr lernbegieriger Schüler!

IV. Uapoleon und Göthe.

Als Napoleon von ſeinem Morgenbeſuch bei dem Kaiſer von Ruß⸗ land zurückkehrte, begab er ſich in ſein Cabinet und ließ ſofort den Miniſter Champagny rufen. Napoleon ſchritt ihm mit ungewohnter Lebhaftigkeit entgegen, und jetzt, da es ſeinem Stolz nicht mehr noth⸗ wendig erſchien, eine Maske vor ſein Antlitz zu legen, ſtrahlte daſſelbe in triumphirender Freude.

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