Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 3. Band (1859)
Entstehung
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einem Schmerz, der mich tief gerührt hat. Auf Sie, mein lieber Stein, wenden ſich alle unſere Blicke in dieſen traurigen Augenblicken. Von Ihnen hoffen wir Troſt und Vergeſſen der Unbilden, welche Sie von uns entfernt und deren ſich zu erinnern Sie zu großmüthig ſein wer⸗ den zu einer Zeit, wo derjenige, welcher Sie beleidigt hat, nur noch Ihre Hülfe und Theilnahme verdient. Könnten Sie ſich unſern Bitten entziehen? Könnten Sie dieſes Land unglücklich und verlaſſen ſehen und ihm dieſe Talente, dieſe Einſichten verweigern, die allein von un ſerem Fall uns noch erheben könnten? Hardenberg hofft nur auf Sie, er ſieht für ſeinen Herrn keine andere Hoffnung, als in Ihnen, und wenn Sie uns nicht zurückgegeben werden, wenn Sie den Wünſchen derer nicht folgen, welche Sie verlangen und flehentlich fordern, was ſoll aus dieſer traurigen Zukunft werden? Ich gebe zu, Sie auf⸗ fordern, unſer Loos zu theilen, heißt, Sie der größten Opfer fähig halten, und man hat nichts gethan, um ſie zu verdienen; aber Ihre Seele iſt zu edel, um ſich in dieſem Augenblick der Beleidigungen zu erinnern, und ich kenne Sie zu gut, um nicht verſichert zu ſein, daß, wenn Sie hier wären, Sie ohne Bedenken zur Hülfe dieſes ſo unglück⸗ lichen Fürſten kommen würden, der ſeit fünf Monaten gerechte Anſprüche auf Theilnahme und Anhänglichkeit beſitzt. Selbſt in den gegenwär⸗ tigen Augenblicken behauptet er ſeine Würde; er hat Freunde, eifrige Anhänger erworben, und er iſt mir nie achtungswerther erſchienen, als ſeit dieſen ſchrecklichen Unfällen, unter denen ich ihn einen geiſtigen Muth, eine Feſtigkeit, eine Entſagung entwickeln ſah, welche ich ihm niemals zugetraut hätte. Ich ſah Hardenberg mit Schmerz abreiſen, er ſelbſt iſt betrübt, und ich bin gewiß, daß allein die Hoffnung, Sie ſeinem Herrn wieder zu erwerben, ſeinen Muth aufrecht hält und die peinlichen Erinnerungen verſüßt, welche er in ſeine Zurückgezogenheit mitnimmt. Verſagen Sie ſich unſern Bitten nicht, mein lieber Stein, und ſeien Sie nicht ſo grauſam wie das Schickſal, welches uns alle die ausgezeichneten Weſen nimmt, die mit dem Leben und den Men ſchen verſöhnen konnten. Ich erwarte mit Ungeduld Ihre Antwort; möge ſie uns günſtig ſein! Sie bedürfen keiner Verſicherung, um an