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Wie
zu können, muß man vor allen Dingen ſeinen Namen wiſſen. heißt der Mann, den Sie ſuchen?
Sein Name ſteht auf dieſem Brief, den mir die Prinzeſſin Louiſe von Radziwill für ihn mitgegeben hat, ſagte Herr von Schladen, in⸗ dem er einen Brief aus ſeinem Portefeuille hervorzog und ihn dem Kranken darreichte.
Herr von Stein nahm ihn raſch, und indem er ſeine Augen auf den Brief heftete, tönte ein leiſer Schrei von ſeinen Lippen.
Mein Name! Es iſt mein Name, der da auf dem Brief ſteht! murmelte er leiſe.
Und es iſt Ihr Name, es iſt der Name des Herrn von Stein, der jetzt auf allen preußiſchen Lippen und in allen preußiſchen Herzen ſteht. Es iſt Ihr Name, den die Königin voll Hoffnung in die Ferne ruft, den der König—
Ach, unterbrach ihn Herr von Stein ſchmerzlich, der König hat mich zu tief gekränkt. Ich würde mich ſelbſt entehren, wenn ich das vergeſſen könnte.
Sie werden ſich ſelber die ſtrahlendſte Ehre ſchaffen, wenn Sie es vergeben, rief Herr von Schladen. Der König ruft Sie, Excel lenz, er hat mich beauftragt, Ihnen zu ſagen, daß er ſeine Hoffnung auf Sie allein ſetzt. Er will Ihnen das Miniſterium des Innern und der Finanzen übertragen, er verſichert Sie ſeines vollen Vertrauens, er verſpricht, von Dem, was zwiſchen Ihnen vorgefallen iſt, nie mals wieder d e ſein ſoll.*) Hier, Excellenz, ein Brief des Mi⸗ niſters von der Ihnen Alles, was ich ſage, beſtätigen wird.
Er legte einen zweiten Brief auf den Tiſch neben dem Bett nieder.
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Herr von Stein nahm ihn und betrachtete die Aufſchrift mit einem leiſen Lächeln.
Hardenbergs Handſchrift, ſagte er leiſe, und der echte Hofmann, der immer annimmt, daß der Wille des Königs gleich für Jedermann Geſetzeskraft habe. Er nennt mich ſchon„königlich preußiſcher Finanz⸗ miniſter.“— Und die Königin? fragte er dann, ſein Auge zu Herrn
*) Siehe: Pertz, Leben Steins. Th. I. S. 452.
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