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Während er ſprach, hatten ſeine bleichen Wangen ſich gefärbt und ſeine Stimme, welche vorher ſo ſchwach und matt geweſen, hatte an Kraft und Ton gewonnen. Jetzt aber, erſchöpft vom Sprechen und von der inneren Erregung, ſank Herr von Stein in die Kiſſen zurück und ſchloß die Augen.
Seine Gemahlin neigte ſich über ihn mit zärtlichen Liebesblicken und trocknete ihm den Schweiß ab, der in großen Tropfen auf ſeiner Stirn ſtand. In der offenen Thür, die in's Nebengemach führte, zeigte ſich jetzt das kluge und freundliche Geſicht des Arztes, deſſen Augen ſich
prüfend auf den Kranken hefteten. Dann nickte er wie befriedigt und
flüſterte leiſe, zu dem Oberkammerherrn gewandt: Nur weiter! Vor⸗
wärts! Gerade heraus mit der Sprache! Er wird's vertragen! Eben wie ſein Kopf wieder hinter der Thür verſchwunden war,
öffnete Herr von Stein die Augen und wandte die Blicke wieder zu Herrn von Schladen hin. Sie haben mir noch nicht geſagt, woher
eine bloße
Sie kommen, mein lieber Freund! ſagte er. War Ihre Reiſe Vergnügungsfahrt, oder verbanden Sie mit derſelben ernſte Zwecke? Es war keine Vergnügungsfahrt, denn welcher
im Stande, Vergnügungsfahrten zu machen, ſagte Herr von Schladen.
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Deutſche iſt jetzt
Ich habe mich aber auf die Reiſe begeben nicht blos zu ernſtem, ſon⸗ dern auch zu heiligem Zweck. Ich habe mich auf die Reiſe begeben zum Wohl und Heil Preußens, und ich komme jetzt zu Ihnen, Herr Frei herr von Stein, um mir Ihren Rath und Ihre Meinung zu erbitten. Ich weiß, Sie haben Preußen einſt geliebt, Sie werden ihm auch jetzt, öbwohl Sie ihm nicht mehr angehören, Ihre Theilnahme nicht ent ziehen, Sie werden, wo Sie dem unglücklichen Preußen mit Ihrem Rath dienen und nützen können, es freudig thun. Nicht wahr, es iſt ſo? Ja, wahrlich, es iſt ſo! rief Herr von Stein lebhaft; meine Ge danken ſind immer nur bei Euch geweſen, meine Schmerzen haben immer nur von Euch, von Preußen ihre Nahrung geſogen, und das zuſammenbrechende Preußen allein hat mich darnieder geworfen. Sprechen Sie alſo, was iſt es? Worin kann ich Ihnen rathen und nützen? Darin, Excellenz, daß Sie mir beiſtehen, den Mann aufzufinden, den ich ſuche! Den Mann, auf den jetzt die Augen aller guten Preußen
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