Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 3. Band (1859)
Entstehung
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wendig ſein, und wenn die Nachrichten für meinen Mann von Wichtig⸗ teit ſind, dürfen Sie dabei nicht fehlen.

Nun, wenn Sie es wollen, ſo bleibe ich, ſagte der Arzt. Wer weiß, ob ſich meine Hoffnungen nicht ſchon jetzt verwirklichen ſollen.

Laſſen Sie den Fremden eintreten, ſagte die Freiherrin, ſich dem Diener zuwendend. Dieſer ging hinaus und wenige Minuten ſpäter trat der Fremde ein.

Der Oberkammerherr von Schladen! rief Frau von Stein über⸗ raſcht, indem ſie dem Fremden entgegenſchritt.

Sie erkennen mich alſo, gnädigſte Frau? fragte Herr von Schladen. Das Gedächtniß an vergangene Zeiten iſt alſo noch nicht ganz in die⸗ ſem Hauſe erloſchen, und man darf hoffen

In dieſem Moment traf ſein Auge auf den Arzt und er ſchwieg betroffen.

Der Herr Doctor von Waldau, ſagte die Freiherrin, der treue Freund meines Mannes und jetzt ſein ſorgſamer, unermüdlicher Arzt. Er gehört zu den Unſern und Sie dürfen frei und unbehindert vor ihm ſprechen, Herr Kammerherr.

Erlauben Sie alſo, daß ich mich ſogleich an Sie ſelber wende, ſagte Herr von Schladen, ſich verbindlich vor dem Arzt verneigend, daß ich Sie dringend bitte, mir genau zu ſagen, ob der Freiherr von Stein ſehr krank iſt, ſo krank, daß ich ihn nicht ſehen, ihm nicht von ernſten und wichtigen Geſchäften ſprechen darf?

Der Freiherr iſt ſehr krank, ſagte der Arzt, aber es iſt keine augenblickliche Gefahr vorhanden, und da das Fieber ihn für heute verlaſſen hat, wird er im Stande ſein, auch von ernſten Geſchäften zu ſprechen, das heißt, wenn dieſelben nicht ſehr traurigen und nieder⸗ ſchmetternden Inhalts ſind.

Mein Mann iſt krank geworden vor Kummer um Preußen, ſagte Frau von Stein faſt feierlich, überlegen Sie alſo wohl, ob das, was Sie ihm zu ſagen kommen, ſeine Krankheit verſchlimmern oder ihm Tröſtung bringen wird. Hat ſich Preußens Lage verändert, verbeſſert, bringen Sie ihm die Nachricht, daß dieſer ſchmachvolle Frieden von Tilſit zurückgenommen iſt, daß der Krieg von Neuem beginnen wird,

ſo wird das für nit Ihrer grieg Kommen Sie a niedergeworfen, nur noch tiefer Ich komme trarig, ich bri ilſit zickgen ganzen Schwer Sie ſagen, al Aber ich komn Unheils zu ſei im Namen unt von Stein an dens zu der K als der Atztk Stein ſprechen ſchweigen muß kommen bin. Ich bitte mein ganzes Ich kom und blos aus enpfinde, ſag Nanen des 6 won Hardenbe Grneml von Königin. Je meine Briefe luftrige ent ich den Man und Halt iſt Thür Lätninng