Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 2. Band (1859)
Entstehung
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ten bemüht bin, dem König von

Preußen, er weiß, daß ich nach Kräf hl gern ſelbſt wieder⸗

Preußen zu dienen. Ich würde das Ihrem Gema holen, wenn er hier wäre.

Er iſt hier, ſagte die Königin ha lauben, wird der König ſogleich bei uns ſein.

Napoleon verneigte ſich ſchweigend, ein Wink der Königin rief die im Nebenzimmer harrende Ehrendame der Königin herbei.

Haben Sie die Güte, den König zu bitten, daß er uns ſeine Ge⸗ genwart ſchenke, ſagte die Königin haſtig.

Und während wir den König erwarten, ſ aus dem Nebenzimmer herbeirufend, erlauben mir Ew. Majeſtät wohl, Ihnen meinen Begleiter vorzuſtellen. Madame, ich habe die Ehre, Ihnen hier meinen Miniſter des Auswärtigen, den Fürſten von Benevent, Herrn Talleyrand, zu präſentiren.

Und ich ſchätze mich glücklich, den größten Staatsmann der Gegen⸗ zu dürfen, ſagte die Königin lebhaft, indem

ſtig, und wenn Ew. Majeſtät er⸗

agte Napoleon, Talleyrand

wart von Angeſicht ſchauen ſich die kleine Geſtalt Talleyrands tief vor ihr neigte. Oh, Sire, Ew. Majeſtät ſind wahrhaft beneidenswerth. Sie haben nicht blos ſtrahlenden Ruhm und unvergänglichen Glanz ſich erworben, ſondern Gott hat Sie auch geſegnet, indem er Ew. Majeſtät hochſinnige und weiſe Rathgeber und Vollſtrecker Ihres Willens finden ließ. Wäre der König, mein Gemahl, immer ſo glücklich geweſen, ſo würde Manches nicht geſchehen ſein.

Nun, einen ſchlimmen Rathgeber hab fernen, rief Napoleon haſtig. Dieſer Herr Hardenberg war das böſe Fatum des Königs, er trägt die Hauptſchuld an Preußens Unglück und darum war es nothwendig, daß er entfernt werde.

Aber er war ein erfahrener Geſchäftsmann, ſagte die Königin, deren edlem Sinn es widerſtrebte, Hardenberg anklagen zu hören, ohne wenigſtens etwas zu ſeiner Vertheidigung geſagt zu haben; er war ſehr gewandt und weltkundig und es wird dem König ſchwer werden, einen Erſatz für den Miniſter Hardenberg zu finden.

Ah bah, warf Napoleon leichthin, Miniſter finden ſich immer!

en wir ihn veranlaßt zu ent⸗

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