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Gemahls richtend. Ew. Majeſtät hatten die Güte, indem Sie ein traten, zu ſagen, Sie wollten uns die Bedingungen des Friedens Vertrages mittheilen.
Ich will es thun, um dieſe Herren au fait zu ſetzen, ſagte der König. Aber ich will es thun, nicht als der König, ſondern als ein Freund, den Du, Louiſe, berechtigen willſt, an dieſer Geheimraths ſitzung Theil zu nehmen. Deshalb auch, ich bitte, keine Etiquette, keine Förmlichkeit. Wollte der Sitzung nicht präſidiren, wollte ihr beiwoh nen und Ihnen nur ſagen, was Sie nicht wiſſen. Nehmen Sie daher Alle Ihre Plätze wieder ein.
Und Sie, mein Gemahl? fragte wieder auf den Divan ſetzte. Werden
die Königin, indem ſie ſich Sie die Güte haben, ſich zu mir zu ſetzen?
Der König nickte und ließ ſich neben ihr nieder, die beiden Mi niſter nahmen ihnen gegenüber auf zwei Rohrſtühlen Platz. Hören Sie alſo die Friedensbedingungen, ſagte der König. Der Kaiſer Na⸗ poleon fordert das ganze auf dem linken Ufer der Weichſel liegende Land, von dem Eintritt dieſes Fluſſes in die preußiſchen Staaten an bis zu ſeinem Ausfluß in's Meer. Er begehrt ferner die Uebergabe von den Feſtungen Colberg, Hameln, Nienburg, Glogau und Breslau, von der ganzen Provinz Schleſien, die auf dem rechten Ufer der Oder liegt, nebſt einem guten Theil des Landes auf dem linken Ufer dieſes Stromes. Außerdem fordert er noch die Stadt und Feſtung Grau denz, befiehlt, daß alle preußiſchen Truppen ſich nach Königsberg und die umliegende Gegend zurückziehen ſollen, daß ſogleich die ruſſiſchen Truppen das preußiſche Gebiet räumen, und endlich, wenn alles dies mit pünktlicher Treue erfüllt iſt, ſoll es von beiden Theilen abhängen, die Feindſeligkeiten nach einer zehntägigen Aufkündigung wieder zu beginnen.*)
Die Königin, nicht mehr im Stande, ihre Aufregung, ihre Em⸗6
*) Siehe: Preußen im Jahre 1806 und 1807. Ein Tagebuch von
H. v. Schladen. S. 57
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