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pörung zu überwinden, ſtieß einen Schrei aus und wandte ſich mit erglühenden Wangen, mit blitzenden Augen zu ihrem Gemahl hin.
Und was bietet er uns für all' dieſen Schimpf? fragte ſie. Wo⸗ mit will er uns dafür belohnen, daß wir ihm unſere Provinzen, unſere Feſtungen und unſere Ehre verkaufen?
Dafür, ſagte der König langſam, jedes Wort betonend, dafür giebt er uns die Ausſicht, daß wir bald als ſein Bundesgenoſſe gegen Rußland marſchiren und die Pforte unterſtützen können. Dem Friedens⸗ tractat iſt eine zweite Note hinzugefügt, die Talleyrand im Namen ſeines Kaiſers abgefaßt und unſerem Geſandten mitgetheilt hat. In dieſer Note wird geſagt, daß, da Frankreich durch die immer ſich er⸗ neuernden Kriege gleich ſeinen beiden Bundesgenoſſen, Spanien und Holland, ihré blühendſten Colonieen in Oſt- und Weſt⸗Indien verloren, und genöthigt wären, zu ihrer eigenen Vertheidigung jetzt zum vierten Mal zu kämpfen, die Gerechtigkeit und die Vernunft den Kaiſer be⸗ rechtigten, für ſich und ſeine Bundesgenoſſen dieſſeits der Meere Erſatz für ihre Verluſte zu ſuchen, und dies zwar in denjenigen Staaten, über welche er, kraft ſeiner Siege, die Macht habe, nach ſeinem Be⸗ lieben zu ſchalten. Das größte Uebel, welches Preußen durch den letzten von ihm veranlaßten Krieg verſchuldet habe, ſei dies, daß durch denſelben die Ottomanniſche Pforte ihrer Unabhängigkeit beraubt wor⸗ den, denn die beleidigenden und drohenden Anforderungen des ruſſi⸗ ſchen Kaiſers hätten an die Spitze des Gouvernements der Moldau und Walachei zwei Fürſten zurückgebracht, welche mit Recht aus dieſen Ländern vom Sultan verbannt geweſen, ſo daß dieſe beiden Staatgg jetzt ruſſiſche Provinzen ſeien. Demgemäß, ſo ſchließt die Note, Tal⸗ leyrands, ſo lange der Sultaf nicht in dieſen Provinzen die ihm rechtskräftig zuſtehende Souverainetät wieder erlangt habe, würde der Kaiſer nicht einwilligen, irgend ein Land wieder herauszugeben, das
„durch das Schickſal des Krieges in ſeine Macht gegeben, oder von ihm noch erobert werden könne.*)
Das heißt, rief die Königin leidenſchaftlich, das heißt, Napoleon
*) Memoires d'un homme d'état. Vol. IX. S. 341.


