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ſtrich wird jetzt entſcheiden über Preußens Zukunft und über das Schickſal meiner Kinder! Nun helfen Sie mir und uns Allen, nun rathen Sie, was zu thun iſt! Sagen Sie mir frei und wahr, wie vor Gott, Ihre reinſte und wahrſte Herzens⸗Meinung. Herr von Hardenberg, Sie zuerſt! Glauben Sie, daß es zum Wohl Preußens, zum Wohl meiner Kinder und vor allen Dingen meines Gemahls nothwendig iſt, daß der König den Friedensvertrag annehme?
Ew. Majeſtät wiſſen wohl, daß ich niemals zu einem Bündniß mit Frankreich gerathen habe, ſagte Hardenberg, daß ich meiner hei⸗ ligſten Ueberzeugung nach niemals dazu rathen werde. Aber um über den Friedensvertrag von Charlottenburg urtheilen zu können, müßte ich ihn genau kennen, und Ew. Majeſtät iſt es bekannt, daß der König mich in letzter Zeit niemals an den Geſchäften und Verhandlungen hat Theil nehmen laſſen. Ich kenne den Vertrag nicht.
Auch ich kenne ihn nicht, ſagte Herr von Stein, als die Ktnigin ihre fragenden Blicke auf ihn hinwandte. Aber ich kenne diejenigen, welche ihn gemacht haben, ich weiß, daß Herr von Luccheſini und Herr von Zaſtrow kein Opfer, keine Demüthigung zu groß erachten, wenn ſie dafür Frieden mit Frankreich machen können, ich weiß, daß Talleyrand ſchlau genug iſt, ihre Schwächen, ihre Feigheit, ihren Mangel an wah⸗ rem Ehrgefühl zu benutzen, und endlich weiß ich, daß, wenn Napoleon jetzt einen Friedensvertrag mit Preußen ſchon vor dem König unter⸗ zeichnet, dieſer Friedensvertrag für ihn nur vortheilhaft und annehm⸗ bar, für Preußen nur demüthigend und entwürdigend ſein kann!
Ich will Ihnen ſagen, was dieſer Friedensvertrag enthält, ſagte eine ernſte Stimme hinter ihnen.
Der König! rief Louiſe, ſich raſch erhebend und zu ihrem Gemahl hineilend.
Der König begrüßte ſie herzlich und reichte ihr ſeine Hand. Wollt' Dich in Deinem Cabinet aufſuchen, ſagte er lächelnd, hört' da ganz zufällig die letzten Worte der Geheimrathsſitzung hier.
Louiſe erröthete leicht, der König ſah es und ſchüttelte leiſe ſein Haupt. Ich bin damit ganz einverſtanden, ſagte er, halb den beiden Miniſtern zugewandt, ganz einverſtanden, daß ſich die Königin über
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