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Kummer in mein Herz zurückdrängen. Aber wie Englands Königin Marie bei der Einnahme von Calais, ſo ſage ich von Magdeburg wenn man mein Herz öffnete, ſo würde man darin mit blutigen Zügen den Namen Magdeburg finden.*)
Es iſt wahr, ſagte Hardenberg düſter, dies iſt eine ſchlimme Nach richt. Eine ſo wohl verproviantirte Feſtung mit einer Beſatzung von mehr als zehntauſend Mann!
Und wie, wenn Ew. Majeſtät mir dieſe Frage erlauben wollen, ſagte Herr von Stein, wie hat der König dieſe Nachricht aufgenommen?
Mit ſtolzer Reſignation und mit dem ſtillen Muth, der ihn in dieſen Tagen der Trübſal nie verläßt, ſagte Louiſe raſch. Aber ſeine ſogenannten Freunde und Rathgeber, die Herren von Haugwitz, Köckeritz, Voß und Kalkreuth haben dieſe traurige und herzzerreißende Nachricht mit innerer Genugthuung vernommen. Ich habe das, trotz der tiefen Betrübniß, die ſie zur Schau trugen, dennoch in ihren Mienen ge leſen. Für ſie erſcheint der Fall Magdeburgs als ein beredter Bun desgenoſſe für ihre Abſichten und Pläne. Sie wollen Frieden mit Frankreich, Frieden um jeden Preis, und ſie hoffen, daß der König jetzt ihren Anſichten beitritt. Deshalb zittere ich, deshalb, Herr Mi niſter von Stein, mußte Frau von Berg dem Courier geſtern ein Schreiben mitgeben, in welchem ich Sie bitten ließ, dem Befehl des Königs unbedingt zu folgen und hierher zu kommen. Deshalb, Herr von Hardenberg, bin ich zufrieden und froh, daß auch Sie gekommen ſind. Oh, ich weiß wohl, was es Ihrem edlen und ſtolzen Herzen gekoſtet hat, zu kommen, ohne daß der König ausdrücklich Ihrer begehrt hat, aber Sie thaten es für das Vaterland, für unſer zertretenes, zu Boden geſchleudertes Deutſchland, ich weiß es wohl, nicht für Preußen, nicht für uns, ſondern für Deutſchland, auf deſſen Nacken der Tyram ſeinen Fuß geſetzt hat, und das er erwürgen wird, wenn die Guten und die Starken ſich nicht mit aller ihrer Kraft zuſammenfaſſen und ſeinen Fuß zurückſtoßen.
Ich kam hierher, ſagte Hardenberg, weil ich eingedenk war jener
*) Der Königin eigene Worte. Siehe: Königin Louiſe. S. 316.
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