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des Friedenstractates abzuwarten, den Marſch der ruſſiſchen Truppen aufhalte.“
„Ich hatte den innigſten Wunſch, daß Ew. Majeſtät in meinen Schlöſſern auf eine Ihnen angenehme Weiſe aufgenommen und behan⸗ delt werde, und mit Eifer habe ich zu dieſem Zweck alle Maßregeln ergriffen, welche die Umſtände mir geſtatteten. Möchte es mir gelungen ſein! Als Erwiederung dafür möge Ew. Majeſtät mir erlauben, meine Hauptſtadt und die Mark Brandenburg Höchſtihrer Großmuth zu em⸗ pfehlen. Dies Land, welches von der Natur wenig begünſtigt worden, iſt gewiſſermaßen die Schöpfung meines unſterblichen Ahnherrn. Möch— ten Sie, Sire, daſſelbe als ein Denkmal anſehen, welches er ſich ſelber aufgerichtet hat, und die vielfachen Uebereinſtimmungen, welche zwiſchen Ew. Majeſtät und jenem großen Mann exiſtiren, werden, ich darf es hoffen, für Sie neue Veranlaſſung ſein, eine hochherzige Schonung ſeines Werkes zu befehlen.“
„Außerdem möchte ich noch wagen, Ew. Majeſtät zu bitten, daß Sie in Ihrer Güte von den grauſamen Verluſten, welche Sie mir auf⸗ erlegen, das Halberſtädtiſche und die zum Herzogthum Magdeburg ge⸗ hörigen Lande ausnehmen möchten. Ich würde eine ſolche Anordnung als eine köſtliche Garantie Ihrer perſönlichen Gefühle für mich be⸗ trachten, und, zählen Sie auf mein Wort, Sire, ich würde mich eifer⸗ ſüchtig beweiſen, dieſe Gefühle auf das Vollſtändigſte zu erwiedern. Hiermit bitte ich Gott, daß er Sie in ſeinen gnädigſten Schutz nehme und verbleibe, mein Herr Bruder, Ew. Majeſtät ergebener und wohl⸗ affectionirter
Friedrich Wilhelm.“*)
Nicht einen Moment hatte Napolevn während der Lectüre ſeine Augen von dem Antlitz des Prinzen gewandt. Er hatte geſehen, wie er anfangs erröthete vor Unwillen, wie ſeine Stirn ſich verfinſterte und wie dann nach und nach ein tiefer Schmerz aus ſeinen Zügen ſprach.
Nun, hatte ich nicht Recht? fragte Napoleon, als Talleyrand
*) Dieſer Brief, deſſen Original natürlich franzöſiſch iſt, wird mitgetheilt
in: Lefebre, Histoire des Cabinets. Vol. TI. S. 221— 223.


