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einmal ein ſtrenges Exempel zu geben, und den Souveraius, welche den Krieg als ein Glücksſpiel betrachten, zu beweiſen, daß das Spiel ſehr ernſthaft werden, und ihnen Krone und Leben koſten kann. Das möchte ſie dahin führen, den Krieg in ihren Geheimrathsſitzungen reiflicher zu überlegen, ehe ſie ihn anfangen.*)
Sire, der Kurfürſt, unſer Herr, bereut, was er gethan hat und ſieht ſein Unrecht ein, ſagte Herr von Malsburg demüthig. Se. Hoheit iſt bereit, ſich in Alles zu fügen, ſich allen Bedingungen Eurer Majeſtät zu unterwerfen.
Was heißt das? fragte Napoleon. Was verſteht Ihr Kurfürſt unter Bedingungen? Ich entſinne mich nicht, ihm Bedingungen ge— macht zu haben, denn diejenigen, welche ich ihm vor einem halben Jahr anbieten ließ, ſind durch die Thatſachen aufgehoben.
Aber der Kurfürſt hofft, daß Ew. Majeſtät in Ihrer Großmuth dennoch derſelben eingedenk ſein, daß Ew. Majeſtät Gnade für Recht ergehen laſſen möchten. Ew. Majeſtät würden durch dieſe edle Groß muth unſern Herrn, den Kurfürſten, und ſein ganzes fürſtliches Haus für immer an ſich gefeſſelt, Sie würden in Deutſchland keinen treuern und ergebeneren Diener haben als den Kurfürſten.
Sire, ſagte Talleyrand, näher tretend, ich wage es, eine Fürbitte einzulegen für den Kurfürſten von Heſſen, der ſich ganz demuthsvoll der Gnade Eurer Majeſtät zu Füßen legt.
Sire, Gnade für unſern unglücklichen Herrn, der einſam und ver— laſſen in der Fremde umherirrt, rief Herr von Malsburg mit be⸗ wegter zitternder Stimme.
Gnade für unſer Land und unſer Volk, das mit Treue und Liebe an ſeinem angeſtammten Herrſcher hängt, ſagte Herr von Lepel. Sire, unſere Soldaten ſind entwaffnet und entlaſſen, unſere Landes⸗ kaſſen mit Beſchlag belegt und ein franzöſiſcher General⸗Gouverneur hät die Verwaltung des Landes im Namen Eurer Majeſtät ange⸗ treten. Entwaffnet, willenlos liegt der Kurfürſt und ſein Land zu den Füßen Eurer Majeſtät und dennoch hofft der Fürſt und das
*) Napoleons eigene Worte. Siehe: Goujou: Bulletin XXVII.
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