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Gnade für meinen Mann! Bei Allem, was Sie lieben, beſchwöre ich Sie, bitten Sie für ihn!
Und ganz außer ſich, unter ſtrömenden Thränen, todesbleich und zitternd, wollte die junge Fürſtin ſich vor dem Groß⸗Marſchall nieder⸗ werfen, aber er hob ſie raſch empor, und ſich tief vor ihr neigend, küßte er ihre kalten, zitternden Hände.
Ich danke Ihnen, Fürſtin, daß Sie an mich gedacht und an mich geglaubt haben, ſagte er. Aber ich fürchte, daß Ihr Glaube vergeb⸗ lich ſein wird.
Bitten Sie für meinen Gemahl, ſagte ſie ſchluchzend. Sie ſehen wohl, daß ich ſterben werde, wenn ich ihn verlieren muß. Haben Sie Mitleid mit meiner Jugend, mit meinem Kinde, das noch nicht geboren iſt. Bitten Sie beim Kaiſer um Gnade für den Fürſten.
Sie glauben, daß der Kaiſer mich anhören würde? fragte Duroc traurig. Sie kennen den Kaiſer alſo nicht, Sie wiſſen nicht, was es heißt, wenn er zürnt! Ich habe mehr als zwanzig Schlachten mitge⸗ macht, die Kugeln ſind um mich hergeſauſt, der Tod iſt dicht neben mir geweſen, und ich habe nicht gezittert, aber vor dem Zorn des Kaiſers zittere ich, und wenn ich ihn ſehe mit ſeinen blitzſchleudernden Augen, mit ſeinem marmornen Angeſicht, wenn ſeine Stimme wie rollender Donner daher fährt, ſo begreife ich, wie Frauen ohnmächtig werden und Männer fliehen können, und ich empfinde, was ich noch nie empfunden, ich empfinde Furcht.
Sie wollen mir alſo nicht helfen! rief die Fürſtin, die Hände ringend. Sie wollen ſich ſeiner nicht erbarmen? Und er iſt doch un⸗ ſchuldig. Nimmermehr hat mein edler Gemahl das Verbrechen begangen, deſſen man ihn anklagt! Er iſt kein Spion, kein Verräther, und er ſoll ſterben! Ich habe keinen Freund, der ſich unſerer annimmt, und auch der Einzige, auf den ich gehofft hatte, verläßt mich, weil er Furcht hatte vor dem Stirnrunzeln ſeines Kaiſers.
Nein, ſagte Duroc, ich verlaſſe Sie nicht, ich ſage Ihnen nur, was der Kaiſer in ſeinem Zorn iſt, ich ſage Ihnen nur, daß das ſturmbewegte Meer lieblich, der Donner milde iſt gegen ſeinen
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