Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 1. Band (1859)
Entstehung
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und Spionage zu treiben. Ah, ich werde dieſem Herrn Hatzfeld be⸗ Venn ihr weiſen, daß ſein Fürſtentitel ihn nicht ſchützt vor der verdienten Strafe, Stabes, m daß ich den Verräther und Spion von dem Kriegsgericht verurtheilen gehorſamer laſſe, gleichviel, ob er ein gemeiner Mann, oder ein hochgeborner Herr ſo derwand iſt. Wir Beide haben Zeiten geſehen, wo die Köpfe der Hochgebornen ſchaftlichkei wie Mohnköpfe von den Stielen abgebrochen wurden, und wir wollen der ſie all dieſen Adel, der hier auf ſeine alten Privilegien trotzt, ein wenig Und e daran erinnern, daß dieſe Zeit auch für Preußen kommen kann, wenn frugte Na der Adel nicht ſein hochmüthiges Gebahren aufgiebt und ſich in De 9 6 muth und Gehorſam mir unterwirft. Laſſen Sie dieſen Fürſten Hatz ſünftigen, feld ſogleich verhaften, geben Sie Ordre, daß das Kriegsgericht in hui vierundzwanzig Stunden zuſammentritt und über den Verräther und ſelbe ſi Spion zu Gericht ſitze. Dieſer Brief hier wird dem Kriegsgericht

als Anklage dienen, es bedarf weiter nichts, um ihn zum Tode zu

verurtheilen. Und wollen Ew. Majeſtät dann wirklich das Urtheil vollſtrecken laſſen? fragte Talleyrand mit ſeiner ſanften einſchmeichelnden Stimme

und ſeinem feinen Lächeln. Napoleon ſchleuderte auf ihn einen ſeiner flammenden Blitze. Wes

halb fragen Sie das? ſagte er rauh—

Deshalb, Sire, weil ich glaube, daß dieſe allzugroße Strenge Fürſen 3 Sulſlen S

vielleicht nicht zu dem gewünſchten Ziel führen möchte, weil ſie, ſtatt vieund

31 den Adel zu demüthigen und willenlos in den Staub zu treten, grade 1 tint ſ richte

das Gegentheil bewirken und den Adel zum Aufruhr und zur Empö 4 rung aufſtacheln möchte. Zuweilen bewirkt die Milde mehr, als die Port

Strenge, und jedenfalls muß man bei der Anwendung Beider den ſun awmen

e Charakter der Völker, die man unterwerfen will, in Betracht ziehen. Die Italiener ſind beſſer durch die Strenge zu regieren, denn ſie ſind

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ſchrieben

im Grunde feig und entnervt, und wenn das Strohfeuer ihrer erſten w 4 3 Leidenſchaftlichkeit verflogen iſt, ſo fühlen ſie nachher eine enthuſiaſtiſche 8 3 Bewunderung für den, der ihnen den Fuß auf den Nacken geſetzt hat und ſie zermalmt. Die Deutſchen aber ſind ein zäheres und phlegma⸗ . tiſcheres Volk. Sie ſind wie die weißen Stiere, die ich in Italien ſi 6

Ni

geſehen. Sie verrichten mit ſtolzer Gelaſſenheit die Arbeit jedes Tages⸗ eman