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Niemand Anders als Duroc, der Groß⸗Marſchall des Kaiſers, und er kam offenbar im Auftrage ſeines Herrn. Dieſe bewegte Menge, welche ſich ſo haſtig vorwärts geſchoben, 3 ſo eifrig den kühnen Greis umdrängt hatte, blieb jetzt auf einmal 1 wieder wie angefeſſelt ſtehen, und durch die zurückweichenden, ſchwei genden Reihen ſchritt jetzt der Groß⸗Marſchall grade zu Ermann hin. In dem Saal herrſchte ein tiefes lautloſes Schweigen, jeder ſchien ſeinen Athem anzuhalten, um zu horchen, jeder ſchien ſogar das Klopfen ſeines Herzens zu unterdrücken, um den Verhaftsbefehl des Kaiſers zu
1 vernehmen. Jetzt ſtand der Groß⸗Marſchall vor Ermann, der ihn ruhig hatte kommen ſehen und ihm nicht einen Schritt entgegen gegangen war.
Duroc verneigte ſich vor ihm, und mit lauter Stimme ſagte er:
Se. Majeſtät der Kaiſer hat mich beauftragt, den Herrn Ober⸗Conſi⸗ ſtorialrath Ermann auf morgen Mittag zur kaiſerlichen Tafel einzu⸗ laden. Se. Majeſtät wünſchen, wie er mir befohlen hat Ihnen zu ſagen, die nähere Bekanntſchaft eines Mannes, der ein ſo treuer und muthvoller Diener der königlichen Familie iſt, und Edelmuth und ſi Kühnheit genug beſitzt, um die Abweſenden und Angeſchuldigten zu 6 vertheidigen. Se. Majeſtät laſſen Sie wiſſen, daß ſie, weit entfernt, 3 Ihr vorheriges Betragen zu mißbilligen, daſſelbe hochachten und be⸗ wundern, denn der Kaiſer beſitzt einen feinen Sinn für Alles, was
hochherzig und edel iſt.
1V. napoleon und Talleyrand. Napoleon ging mit großen mächtigen Schritten in ſeinem Cabinet
auf und ab. Sein Antlitz war bleich und finſter und ſeine Lippen waren feſt aufeinander gepreßt, wie ſie im Zorn zu ſein pflegten, und
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