flohen, d
1 m. klärten ſi
4 zu keiſten 8 2 Was 1 Uapoleons Einzug in Berlin. 8 unterwer Seit langer Zeit hatte Berlin keinen ſo feſtlichen und bewegten ſchweigen 6 Anblick dargeboten, als heute, am Morgen des ſiebenundzwanzigſten laſen u
October. Eine ungeheure Menſchenmenge wogte über den Schloßplatz und ſein
daher und rollte ſich der Breiten Straße und den Linden zu. Wie ein Aufgabe
ſchwarzer brauſender Strom ergoß ſich dieſe Maſſe die Straße entlang emahne
bis zu dem Brandenburger Thor und bildete dann an beiden Seiten oder au 4 der Straße Spalier. Tauſende von Knaben und jungen Burſchen empfind aber erkletterten die Linden, die in zwei Reihen in der Mitte dieſer was de
Straße ſtehen, und machten die Bäume hin und her ſchwanken von D
der Laſt, und ſchauten mit neugierdeflammenden Blicken von ihren gend
luftigen Thronen hinunter auf die Straße und auf das Gewühl der und de
Menſchen. Durch dieſe Menſchenmaſſe aber ſchlüpften Hunderte ge⸗ anzuſch
ſchäftiger Geſtalten dahin, hier und dort ſtehen bleibend und leiſe und A
eindringlich den Leuten zuſprechend; hier und da begnügten ſie ſich aber ſehen,
nicht mit Worten allein, ſondern ſie drückten den Leuten ein Geldſtück dring
in die Hand und flüſterten: Trinkt dafür ein Glas auf die Geſundheit e des Kaiſers, damit Euch die Kehlen recht glatt werden, und Ihr, wenn Jeder der Kaiſer ſeinen Einzug hält, recht laut und vernehmlich ſchreien nan h
könnt: Vive l'Empereur! Feind Dieſe freigebigen Anhänger des Kaiſers, das waren die Diener ſeiner
der franzöſiſchen Polizei, die ſich ſchon in aller ihrer Herrlichkeit und
5 Macht in Berlin organiſirt hatte, die Söldlinge des Generals Clarke, z der jetzt Gouverneur von Berlin war, und die unterjochte Stadt mit hehe
allem Stolz und Hohn eines triumphirenden Siegers behandelte. Inj
Viel Thränen waren in dieſen Tagen ſchon in Berlin vergoſſen,
uf! viel Verwünſchungen waren geſprochen worden, aber nur heimlich und nan leiſe, denn man durfte es nicht wagen, den Zorn des Siegers zu zn
reizen, man mußte dulden und ertragen! Die Uebermacht war zu
groß, die Armee war geſchlagen, der König mit ſeinem Hof war ge⸗


