Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 1. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

28

Er will die armen Beſiegten tröſten und mit ihrem Schickſal ver⸗

ſöhnen, ſagte Prickler, dem Jüngling freundlich zunickend.

Ihr denkt beſſer und hochherziger von mir, als ich bin, ſagte er

traurig ſein Haupt neigend, ſo daß die langen blonden Locken, welche von demſelben niederfielen, ſich ſchüttelten und bewegten. Ich habe nur ganz einfach geſagt, was ich denke, und was Jeder denken wird und muß, der Sie Beide anſchaut. Wollte Gott, Sie redeten die Wahrheit, junger Mann, ſagte Prickler traurig. Aber glauben Sie mir, nur Wenige denken wie Sie, die Mehrzahl wird ihr Vergnügen daran haben, uns ſo gedemüthigt und zerſchlagen zu ſehen.

Statt uns zu beklagen, werden ſie uns verhöhnen, rief Schill; ſtatt mit uns zu weinen, werden ſie uns ſchelten!

Wer wird das wagen? rief der Jüngling, in edlem Zorn erglühend. Vergeßt Ihr denn, daß Ihr in Deutſchland ſeid, und daß Ihr Euer Blut für Euer Vaterland vergoſſen habt? Eure deutſchen Brüder werden Euch nicht verhöhnen, Sie werden nicht Vergnügen haben an Euren Leiden, Sie werden mit Euch hoffen auf einen beſſern und glücklichern Tag, wo dieſer übermüthige und verhaßte Feind uns Re⸗ vanche geben muß für die Schlachten von Jena und Auerſtädt.

Beten Sie, mein junger Freund, daß das bald geſchieht, ſagte Graf Prickler ſeufzend.

Beten? rief der junge Mann ungeſtüm. In ſolcher Zeit wie die unſrige iſt, genügt es nicht zu beten und auf Gott zu hoffen; man muß vielmehr handeln und wirken, und ſtatt die Hände zu falten, muß man ſie bewaffnen, ſei's mit dem Schwert oder dem Dolch.

Mit dem Dolch? fragte Schill. Der Dolch geziemt ſich nur für Meuchelmörder.

War Möros ein Meuchelmörder, weil er den Tyrannen Dionyſos erdolchen wollte? fragte der Jüngling zurück. War er nicht vielmehr ein edler und hochherziger Mann, den unſer großer Schiller ſeines Liedes werth gehalten gehalten? Wenn das Vaterland in Gefahr, iſt jede Waffe geheiligt, und jeder Weg iſt erlaubt, den ein kühnes Herz wandeln will zur Befreiung des Vaterlandes.&

Nun, und der G Sie uns damit wir zu gehen?

Ichk Mann, bi was ich m

einen Mor Wunſche: und ſef und deſſe etſtaunt. Der Thrinen Ich ſromner nennt es Voffen ders vert hat in f ſie fürch und wöc genen§ angefleh nicht zu Mitter ich mich reichte n