Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 1. Band (1859)
Entstehung
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Nein, ſagte Graf Prickler tief bewegt, nicht meine Hand ſollen Sie

küſſen, ſondern meine Wange und meine Lippen. Kommen Sie an mein

Herz, junger Mann, laſſen Sie Sich umarmen für die Wohlthat, welche Sie uns Beiden erzeigt haben durch Ihre Worte. An mein Herz, ſage ich!

Der junge Mann ſtieß einen Freudenſchrei aus, und raſeh empor ſpringend warf er ſich mit jugendlichem Ungeſtüm in des Grafen Arme.

Ich will und muß auch meinen Theil haben an der Umarmung, rief Schill lächelnd, haben Sie mich nicht vorher ausdrücklich aufge⸗ fordert, Kamerad, Ihnen zu jeder Umarmung meinen linken Arm leihen?. Nun alſo, da iſt er!

Er ſchlang ſeinen linken Arm raſch um die Nacken der zet An⸗ dern, und drückte ſie feſt an ſich. Als ſie dann ſich wieder losließen, waren es nicht allein die Augen des Jünglings, welche von Thränen erglänzten.

Das Unglück und der Schmerz verbrüdert raſch, ſagte Schill, und ſo ſind wix Drei denn von heute an Brüder.

Ihr wollt meine Brüder ſein? rief der junge Mann freudig. Ihr wollt dem armen Knaben erlauben, zwei Kriegshelden Brüder zu nennen?

Kriegshelden! ſeufzte Prickler. Sie wiſſen alſo nicht, mein Freund, daß wir geſtern ſchmachvoll beſiegt und in den Staub getreten ſind.

Ich weiß das, aber ich weiß auch, daß das Glück der Schlachten nicht den Maßſtab abgiebt für die Tapferkeit der Krieger. Sie Beide wenigſtens ſind nicht geſtorben und wie echte Kriegshelden tragen Sie die Wunden auf Ihrer Stirn. Ihre Mütter werden Sie alſo freudig willkommen heißen, Ihre Bräute oder Frauen werden mit Thränen des Entzückens Sie umſchlingen, und Ihre Freunde werden mit Stolz auf Sie blicken.

Iſt es nicht, als habe er unſere traurigen und verzagten Worte gehört und wolle uns tröſten? fragte Schill, dem Grafen zugewandt. Seine blauen Augen ſcheinen nicht blos unſere äußern Wunden zu ſehen, ſondern auch die, welche unſer Herz bluten machen, und er will uns einen Balſam auflegen mit ſeinen ſüßen Schmeichelworten.